Das Storchenjahr 2016 in Hombrechtikon

Nach dem überaus erfolgreichen Storchenjahr 2015 mit 33 beringten Jungen wird uns das Jahr 2016 einen weiteren Höhepunkt schenken, das 30-Jahr-Jubiläum unserer Ansiedlung von Störchen am Lützelsee. Mit einem gewissen Stolz dürfen wir auf die gelungene Ansiedlung zurückblicken und mit viel Zuversicht auf ein weiteres Gedeihen hoffen. Und dieses Gedeihen manifestiert sich nun seit Jahren dadurch, dass am Lützelsee jährlich zwölf bis 16 Storchenpaare brüten.

Überwinterer

Im Januar 2016 werden am Lützelsee im Maximum fünf Störche gesehen. Alle entpuppen sich dank der Ringablesung als uns bekannte Brutstörche vom Hasel. Am 5. Februar kann der Sechste unserer Überwinterer abgelesen werden, 7177 vom Horst «Bäume ganz oben». Die neun weiteren im Februar eintreffenden Störche können dank ihrer Ringe identifiziert werden, bzw. die Unberingten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, wenn man annimmt, dass es die gleichen sind, die schon im Vorjahr auf den gleichen Horsten als unberingte Störche gebrütet haben. So beurteilt sind alle im Februar beobachteten Störche uns bekannte Brutstörche. Ob sie ebenfalls zu den Überwinterern gehören oder bereits zurückgekehrte Zugvögel sind, ist fraglich, da nicht alle im Februar beobachteten Störche als Überwinterer bezeichnet werden dürfen. Ein klassisches Beispiel liefert der am 11. Februar im Hasel abgelesene Pariser «ck3153» mit dem weissen Zusatzring «AWCT». Sein Gefieder ist auffallend rot verfärbt, wodurch er sich verrät, dass er kürzlich in der Sahara war, also zu den Zugvögeln gehört. Noch aus einem anderen Grund lässt uns das Wiedersehen mit AWCT aufhorchen. 2012 bis 2014 war er Brutvogel auf dem Horst «Bäume west 12». Im letzten Jahr, 2015, erschien er aber nicht bei uns. Ihn jetzt wieder bei uns zu haben, und erst noch als ausgewiesener Afrikazieher, macht Freude.

Horstbezug

Normalerweise sind die Störche horsttreu und so halten sich auch unsere Überwinterer mehrheitlich auf «ihren» Horsten auf. Ausnahmen sind aber möglich. So konnte z.B. beobachtet werden, wie 5614, seit Jahren wohnhaft auf dem Horst «Bäume west 03», mit seinem unberingten Partner am 28. Januar auf dem Horst «Bäume west 14» weilte. Ein paar Stunden später wechselten die beiden auf den Horst «Bäume west 09». Am 1. Februar standen dann die beiden auf «ihrem» Horst «Bäume west 03», doch am 5. Februar hielten sie sich sogar voneinander getrennt auf zwei verschiedenen Horsten auf. Erst ab dem 11. Februar nahm das Paar endlich für den Rest der Brutzeit «ihren» Horst in Besitz. Eine frühzeitige Horst/Brutpaar-Erfassung kann also fraglich sein und muss deswegen, der wissenschaftlichen Genauigkeit wegen, während der Brutzeit noch bestätigt werden.

Ende Februar sind sieben Horste von Paaren besetzt und auf dem «Seehorst nord» wartet seit vier Tagen «SG671» auf den Partner.

Im März treffen 25 weitere Störche ein. Zusammen besetzen sie 13 Horste und wenn das weitere Paar, das eifrig dran ist, auf der Rosskastanie beim Haselbeizli einen neuen Horst zu bauen, diesen beziehen würde, wären Ende März bereits 14 Horste von Paaren besetzt, eines mehr als 2015! Ja es kommt noch besser.

Am 2. April wechselt zwar das Paar von der Rosskastanie auf den Horst «Bäume nordost», doch ein Unberingter beginnt hoch oben in den Kronen der Eschen einen neuen Horst zu bauen, gibt sein Bemühen aber am 5. April wieder auf. Dafür treffen drei weitere Störche ein. Zwei davon, «SH130» und ein Unberingter, beginnen auf der «Birke sö Chalet» mit dem Horstbau und am 9. April beginnt ein Paar auf dem Ast, wo einst der Horst «Bäume oben 09» lag, diesen wieder aufzubauen. Damit thronen im Hasel wieder 16 Storchenhorste, so viele wie in den besten Jahren 2010, 2014. Hätte «SH789», der tagelang mit Nistmaterial in die Bäume flog, dieses aber nicht platzieren konnte, Erfolg gehabt, hätten wir eine Horstanzahl wie noch nie erreicht.

Nur nicht übermütig werden! 16 besetzte Horste genügen wahrhaft.

Zu Brutbeginn zeigt sich betreffend Horstbesetzungen folgendes Bild: Auf acht Horsten brüten die gleichen Paare wie 2015. Zwei Paare brüten in gleicher Partnerzusammensetzung aber auf einem anderen Horst. Ein Paar findet sich nach einem Jahr Unterbruch wieder auf seinem einstigen Horst ein. Fünf Paare brüten das erste Mal bei uns und bewohnen folgende Horste:

DER AU066 / HES SG948 Bäume oben
DER AU053 / HES SH748 Bäume west unten
DER AL523 / Unberingter Birke
DER AL596 / Unberingter Bäume nordost
HES SH130 / Unberingter Birke sö Chalet
   

Brutverlauf

Die erste Kopulation stellen wir am 22. Februar fest. Sie geschieht bei einem seit Jahren zusammengehörenden Paar. Eine zweite Kopulation findet am 1. März statt, von Partnern, die sich aber nicht zu einem Paar zusammenfinden. Wie es sich später zeigt, waren diese frühen Kopulationen nicht erfolgreich und auch die ersten Kopulationen nach dem ab dem 11. März markant zunehmenden Liebesleben der Störche wurden noch nicht von Erfolg gekrönt. Ernsthaftes Brüten, manifestiert durch dauerndes Im-Nest-liegen einer der Altstörche, beginnt in der letzten Märzdekade. So sind am 30. März auf zwölf Nestern brütende Altvögel zu erkennen. Am 2. April wird auf der «Birke», am 12. April auf den Horsten «Bäume nordost» und «Birke sö Chalet» und am 16. April auf Horst «Bäume oben 09» das Brüten aufgenommen. Günstige Witterungsbedingungen tragen zu einem guten Gedeihen der Bruten bei. Am 22. April schlüpft das erste Junge und am 11. Mai zählen wir in mindestens neun Horsten mindestens 23 Jungstörche. Dann aber kommt der grosse Regen. Vom 11. bis 14. Mai regnet es rund 60 Stunden lang. Zu viel für unsere Jungstörche. Alle gehen an Unterkühlung ein. Noch bleibt eine kleine Hoffnung, dass aus den Eiern der späteren Bruten Junge schlüpfen könnten. Am 17. Mai sind nämlich noch alle 16 Horste von Altstörchen besetzt und auf neun Horsten deuten liegende Altstörche darauf hin, dass noch gebrütet wird und junges Leben vorhanden sein könnte. Auf dem Horst «Bäume west unten» trägt ein Altstorch sogar noch eine Maus zu, ebenfalls ein Zeichen, dass eventuell Junge am Leben sein könnten. Leider dauert das trübe, nasskalte Wetter weiter an. Am 31. Mai sind zwei Horste bereits verlassen, auf einem ist nur noch ein Altstorch zugegen, auf sieben stehen die Alten untätig herum und nur noch auf sechs Horsten scheint gebrütet zu werden. Aber auch etwas Schönes dürfen wir entdecken. Auf den Horsten «Birke sö Chalet» und «Bäume nordost» sind ein, beziehungsweise zwei schneeweisse Köpfchen junger Störchlein zu entdecken. Am 6. Juni sind noch alle drei auf ihren Nestern zu erkennen, am 17. Juni nur noch die zwei vom Horst «Bäume nordost». Es sind die zwei einzigen Jungen, die in unserem Jubiläumsjahr von den 16 Nestern ausfliegen können.

Beringung

Am 7. Juli, rund einen Monat später als in den vergangenen Jahren, fährt die Feuerwehr Hombrechtikon mit der ADL (Autodrehleiter) im Hasel auf, damit unsere sehr spät geschlüpften Jungstörche beringt werden können. Sie erhalten die von der Vogelwarte Sempach verwalteten Ringe mit den Nummern, HES SK461 und HES SK462. Die Beringung, hoch oben in den Eschen beim Hof Hasel ist bald geschehen und lässt genügend Zeit, das Ereignis im Haselbeizli mit den Feuerwehrmännern zu begiessen.

Wegzug der Störche

Das Ausfliegen der Jungstörche beginnt normalerweise in der ersten Julihälfte. Davon wollen unsere spät geschlüpften Jungen aber nichts wissen. Noch am 31.Juli lassen sie sich auf dem Horst von ihren Eltern füttern und wagen ihren Jungfernflug, von uns unbemerkt, in der ersten Augusthälfte. Verursacht durch die vielen Brutausfälle beginnt der Wegzug unserer Brutstörche schon Mitte Mai. Nach und nach verkleinert sich der Bestand und liegt Mitte Juni bei etwa 30, Ende Juli bei etwa 20 Altstörchen. Diese Anzahl hält sich dann bis am 17. August, an dem laut Eberhards der Wegzug stattgefunden hat. Am 21. August zählen wir noch acht Störche und am Tag darauf ebenfalls acht, darunter mindestens zwei fremde Durchzieher. Am 7. September rastet im Lutikerried ein Pulk von 15 Exemplaren, leider zu weit entfernt, um sie genauer zu identifizieren.

Überwinterer

Die Anzahl der ab Oktober 2016 bei uns weilenden Störche schwankt zwischen zwei und sechs. Drei können laut den Ringablesungen identifiziert werden. Es sind die uns bekannten Überwinterer.

Ringfundmeldungen unserer diesjährigen Junstörche vom Hasel

Leider liegen noch keine Ringfundmeldungen der beiden diesjährigen Jungen vor.

Besucherstörche

Im Verlaufe des Jahres 2016 können zehn Ringnummern von Störchen abgelesen werden, die sich nur kurzzeitig im Hasel aufhalten. Drei davon stammen aus Deutschland und sieben wurden in der Schweiz beringt, nämlich: Drei in Hombrechtikon und je einer im Zoo Zürich, in der Silberweide, in Rapperswil und in Uznach. Die Funddaten sind: DER AR305: 17. und 22. März, DER AT851: 21. und 22. März, SH743: 21. März, SH119: 22. März, SH768: 22. und 30. März, SK154: 5. April, SH789: 16. und 19. April sowie 6. Juni, DER AU014: 11. Mai, SH351: 22. August, SH759: 22. August.

Ringfunde 2016 von in Hombrechtikon beringter Störche

Ring-Nr. Beringungsdatum Funddatum Fundort Bemerkungen  
6189 7.6.2000 11.3.2016 Zoo Zürich ZH Brutvogel  
7301 3.6.2002 12.3.2016 Zoo Zürich ZH Brutvogel  
SA634 10.6.2003 11.2.2016 Hombrechtikon ZH Brutvogel  
SA648 12.6.2003 29.1.2016 Altstätten SG Brutvogel  
SA826 14.6.2004 11.2.2016 Hombrechtikon ZH Brutvogel  
SA922 10.6.2005 1.1.2016 Balzhausen D Brutvogel  
SE250 8.6.2007 4.4.2016 Uznach SG Brutvogel  
SE255 8.6.2007 31.3.2016 Mönchaltorf ZH Brutvogel  
SE256 8.6.2007 31.3.2016 Mönchaltorf ZH Brutvogel  
SE287 5.6.2008 2.4.2016 Uznach SG Brutvogel  
SE294 5.6.2008 1.1.–31.12.2016 Dinkelscherben D Brutvogel  
    Über das Brutgeschehen in Dinkelscherben werden wir vom dortigen Storchenbetreuer kontinuierlich informiert. So wissen wir, dass unsere Storchendame auf dem Dach der St.Annakirche sechs Eier legte, sechs Junge schlüpften und letztendlich drei Junge ausflogen.  
SE643 5.6.2009 4.4.2016 Uznach SG Brutvogel  
SG327 10.6.2010 16.3.2016 Riedikon ZH Brutvogel  
SG368 10.6.2011 9.2.2016 Castelnou F Ring abgelesen  
SG378 10.6.2011 12.3.2016 Zoo Zürich ZH Brutvogel  
SH058 7.6.2012 12.6.2016 Avenches VD Ring abgelesen  
SH768 10.6.2014 22.3.–30.3.2016 Hombrechtikon ZH Ring abgelesen  
SH770 10.6.2014 7.5.2016 Römerswil LU Ring abgelesen  
SH773 10.6.2014 21.3.2016 Carretera de Roda E Ring abgelesen  
    5.7.2016 Inkwil BE Ring abgelesen  
SH777 10.6.2014 7.4.2016 Isny D Ring abgelesen  
SH781 10.6.2014 4.4.2016 Uznach SG Brutvogel  
SH782 10.6.2014 14.2.2016 Torres de Segre E Ring abgelesen  
    25.4.2016 Raisting D Ring abgelesen  
SH789 10.6.2014 16.4.–6.6.2016 Hombrechtikon ZH Ring abgelesen  
SH793 10.6.2014 20.3.2016 Pfäffikon ZH Brutvogel  
    10.4.2016 Fehraltorf ZH Ring abgelesen  
SK153 9.6.2015 6.10.2016 Altstätten SG Ring abgelesen  
SK154 9.6.2015 5.4.2016 Hombrechtikon ZH Ring abgelesen  
SK157 9.6.2015 23.3.2016 Hombrechtikon ZH Ring gefunden, tot  
    Nur noch Ring durch Mitarbeiterin der Vogelwarte Radolfzell unter dem Horstbaum im Hasel gefunden. SK157 musste also vor oder beim Ausflug umgekommen sein. Letzte Beobachtung auf Horst: 24.7.2015.  

Hombrechtikon wird von einem besenderten Storch aus Deutschland als Brutort auserkoren

Ringablesungen von Störchen werden fortwährend der Vogelwarte Sempach gemeldet, solche mit deutschen Ringen oft direkt an die Vogelwarte in Radolfzell. So geht auch unsere Entdeckung des deutschen Storches, DER AU053, als er sich anschickte den Horst «Bäume west unten» auszubauen, umgehend nach Radolfzell. Auf der Ringfundbestätigung der Vogelwarte Radolfzell stand unter Bemerkungen: Senderstorch «Niclas». Mit ihm haben wir nun die Gelegenheit bekommen, ununterbrochen alle Ortsveränderungen eines unserer Brutstörche zu verfolgen. So wissen wir, dass er schon in Marokko war und hoffen, dass sein Sender noch lange funktionieren wird und uns ermöglicht, das Wandern Niclas noch lange per Internet miterleben zu dürfen.

Storchen-Jubiläum im Hasel

30 Jahre Störche in Hombrechtikon 1986 eröffnete der OVH im Hasel die 22. Aussenstation des von Max Bloesch geleiteten «Storchenansiedlungsversuch Altreu». Im Dezember überbrachte Max Bloesch persönlich die ersten acht Weissstörche. In den neu erstellten Gehegen sollen sie bis zur Brutreife heranwachsen und freifliegende Störche zum Verweilen am Lützelsee animieren. Brutreif und womöglich bereits verpaart sollen sie dann zu Beginn der Brutzeit in die Freiheit entlassen werden, in der Hoffnung, dass sie die in Stationsnähe platzierten Horste beziehen, zu brüten beginnen und so als stolze, weisse Segler auch am Lützelsee heimisch werden. Die Höhepunkte und Tiefschläge der vergangenen 30 Jahre sammelte unser Storchenbetreuer Max Zumbühl.

15 Informationstafeln stehen am 21./22. Mai in der Remise der Familie Eberhard im Hasel. Max Zumbühl, Jakob Müller und Röbi Weinmann beantworten an beiden Tagen unzählige Fragen der Besucher. Spannend ist es, den detaillierten Erläuterungen zuzuhören. Angefangen hat die Ansiedlung 1987 mit der unerwartet grossen Anzahl von drei Freibruten, von denen jedoch alle Jungen trotz kurzzeitiger Umsiedlung unter die Wärmelampe des schlechten Wetters wegen eingingen. Ein Jahr später kam es nur zu einer Brut. Wieder waren wir genötigt mit dem gleichen Prozedere nachzuhelfen und so überlebten drei Jungstörche. Einer durfte frei ausfliegen, zwei hielten wir im Gehege zurück. So verliess der erste im Hasel geschlüpfte Storch 1988 Hombrechtikon und zog artgerecht Richtung Süden.

Wie vorgesehen wurden nach fünf Jahren die Gehege abgerissen und die Fütterungen eingestellt. Mit grosser Genugtuung durften wir auf eine gelungene Wiederansiedlung zurückblicken, brüteten nämlich am Ende unseres Versuches im Hasel bereits acht freifliegende Paare. Seither klappern jedes Jahr zwölf bis 16 Paare im Hasel. Jeweils im Juni fährt die Feuerwehr mit der riesigen Autodrehleiter im Hasel vor, um uns das Beringen der Jungstörche zu ermöglichen. 2015 konnten wir 33 Ringe der Vogelwarte Sempach an die roten Beine klipsen und alle Jungen verliessen artgerecht im August den Lützelsee! Und dann 2016: Am 11. Mai zählte Max Zumbühl mindestens 23 Junge. Darauf folgten die «Eisheiligen». Am 15. Mai waren alle geschlüpften Flaumknäuel an Unterkühlung eingegangen. Am nachfolgenden, sonnigen «Jubiläumswochenende» lebte kein einziger Jungstorch mehr, die vorgesehene Attraktion «Blick ins Nest» erübrigte sich. Nur im Schaukasten waren echte Storcheneier zu betrachten, Gewölle und Spuren von Nesträubern, oben auf den Horsten weilten nur die kinderlosen Altstörche. Wer Lust hatte, konnte am Wettbewerb über die Storchenansiedlungsgeschichte mitmachen und die Kinder setzen Riesenpuzzles zusammen.

In der Folgewoche besuchten über zehn Schulklassen die Ausstellung und wurden von Max Zumbühl mit spannenden Geschichten ins Leben der Störche eingeführt.

Pflege der Baumhorste am 2./3. Dezember

Wieder einmal ist es nötig, die Hunderte von Kilogramm schweren Baumhorste etwas abzutragen, um das Abbrechen der tragenden Äste und die Unfallgefahr durch herunterstürzendes Horstmaterial zu verhindern. Hilfsbereit stellt uns die Feuerwehr Hombrechtikon die Leiter und packt tatkräftig zu in luftiger Höhe das hartgefrorene Horstmaterial abzutragen. Mitglieder des OVH greifen ebenfalls zu und Eberhards schaffen das viele anfallende Material weg. Morgens früh ist der Boden gefroren und das Manöverieren mit der schweren Autodrehleiter möglich. Doch gegen den Mittag hin weicht der Boden auf, sodass die Feuerwehr die Übung abzubrechen muss, damit die ADL nicht im Boden einsinkt. Ein weiterer Einsatz am Tag darauf ist nötig, bis endlich die sechs grössten Horste auf ein verantwortbares Gewicht abgetragen sind.

Dank

30 Jahre Storchengeschichte im Hasel liegen hinter uns. Was wir seinerzeit erhofften ist reichlich erfüllt. Am Lützelsee lebt eine der grössten Storchenkolonien der Schweiz, jährlich dürfen sich hier Tausende von Naturfreunden am eleganten Flug, am einmaligen Klappern der Störche erfreuen. Viele haben beigetragen unser Ziel zu erreichen. Allen danke ich herzlich und wünsche ihnen, dass uns die Störche am Lützelsee noch während Jahren einen Hauch von Lebensfreude schenken werden.

Max Zumbühl