Streuitag

Streuitag am 15. September 2018

Unsichere Wetterprognosen für den Streuetag! Mein erster Auftritt als Leiterin der Aktion war begleitet von Lampenfieber. Glücklicherweise hatte mein Vorgänger, Reini Knödler, mir seinen grossen, prallvollen Aktenordner mit all seinen gesammelten Informationen überlassen. Darin fand ich auch ein umfassendes Pflichtenheft: Es dürfte also nichts schief gehen. Trotzdem rief ich ihn und die Besitzer der verschiedenen Ried-Parzellen in der Tüfi an. 

Paul Kuriger bat darum, dass jemand den Graben zum Bächli mit Handmotormäher frei lege. Auf meine Bitte hin hat sich Robert Weinmann dazu bereit erklärt. Mit Stiefeln, Mäher und Gabel ausgerüstet machten wir uns auf den Weg. Das Ried war wegen der langen Trockenheit nicht sehr nass und es ist auch weniger Schilf gewachsen als in den Jahren davor. Wir trafen Paul beim Mähen und besprachen das weitere Vorgehen. Während Röbi das Schilf schnitt, konnte ich mit der Gabel den Graben freilegen.

Es war also alles vorbereitet. Am Freitag regnete es und bange warteten wir auf sich verbessernde Wetterverhältnisse. Am Samstagmorgen sah der Himmel noch nach Regen aus, aber es war trocken und angenehm kühl. Daniel Honegger kam mit Anhänger zum Gemeindehaus, der wurde dort mit Tragbaren, Heugabeln und Rechen beladen. Dort fanden sich auch die ersten Helfer ein. Vor Ort stand auch schon der Traktor mit Ladewagen. Zu Freude fanden sich weitere Aktivisten ein, insgesamt waren da 14 Helfer, darunter drei Frauen, zwei Mitglieder der Kleintierzüchter und meine treuen Kollegen und Aktivmitglieder: Ein herzlicher Dank an Alle!

Wir fanden das Ried frisch und sauber gemäht vor, eine grosse Fläche war bereits abgeräumt. So begannen fleissige Hände die Riedstreue der restlichen, nicht befahrbaren Flächen zusammen zu rechen und ins Trockene hinaus zu tragen. . 

Zur Znünipause brachte Anty de Jong frischen Kaffee zu den Gipfeln, Sandwiches und zum obligaten Biräweggä. Frisch gestärkt begannen mit dem Einsatz am Waldrand. Gegen Mittag erschien sogar noch die Sonne. Es wurde so warm, dass wir gerne die Jacken auszogen. Aber auch mit reduziertem Tenue kamen wir zum Schwitzen bis alles Schilf gemädelt auf dem Weg lag. Gierig wurde es dort von den Stachelwalzen von Danis Ladewagen aufgefressen und verschwand in seinem nimmersatten Bauch.

Es gab dieses Jahr keine Zwischenfälle, es wurde auch niemand ernstlich nass. Sogar unter dem Schwingrasen, den mir Max zeigte, fehlte das Wasser, so dass der Wurzelteppich nicht schwimmen konnte und es sich auf ihm nicht wie üblich schaukeln liess.

Unsere Bäuche aber waren leer – vorläufig. Zufrieden mit unserer Leistung verabschiedeten wir die Helfer, die uns nicht zum Mittagessen begleiten konnten und fuhren dann hinauf ins Dorf. Im Restaurant war alles zum Stillen unseres grossen Hungers vorbereitet und bei Essen und Kaffee wurde die gemeinsame Aktion in Minne abgeschlossen. Herzlichen Dank an alle.

Carmen Späth

Alle 70 Bilder von diesem Arbeitseinsatz sind hier zu sehen.

Streuitag am 9. September 2017

Seit ein paar Tagen prophezeiten die offiziellen Wetterprognosen für diesen Samstag Regenfall für die zweite Tageshälfte. Das Riedgras wurde vorgängig von Paul Kuriger geschnitten, die Grabenränder von unserem Dani geputzt und der Schilfgürtel am westlichen Ende des Riedes gebodigt.

Um 8.30 Uhr trafen sich beim Gemeindehaus 8 unbeirrbare Vereinsmitglieder und ein Brunegg-Hilfsgärtner und steuerten umgehend mit Heurechen und -Gabeln dem Tüfi-Ried entgegen. Dort erwarteten uns ungeduldig nochmals zwei Helfer. Alle stürmten sofort ins feuchte Ried und trugen das Schnittgut mit den bewährten Tragen zum Ladewagen, wo Dani dessen Aufnahme-Einrichtung fortlaufend belieferte (keine «Mädli»-Technik dieses Jahr).

Trotz recht viel Wasser im Ried schritten die Arbeiten flott voran. 

Zur verdienten 10-Uhr-Pause war der Riedgras-Teil aufgeladen um danach den Schilfgürtel in Angriff nehmen zu können. Zur Verstärkung erschien noch unser Vereinspäsi Ernst mit beiden Kindern. Angespornt durch die ersten, vereinzelten Regentropfen stürzten sich alle Helfer ans Zusammenrechen der langen Schilfhalme und der Ladewagen wurde auch da mit gleichem Vorgehen gefüttert.

In erstaunlich kurzer Zeit war alles erledigt – die Regentropfen verdichteten sich zusehends und um 11.30 Uhr, also nach knapp drei Stunden strebten alle, mit Ausnahme von unserer Aktuarin, dem Restaurant «Vasco da Gama» im Dorf entgegen. Drei Menu-Vorschläge standen zur Verfügung und bald waren die verlorenen Kalorien vom Morgen wieder kompensiert.

Der «stellvertretende Einsatzleiter» dankt allen für den flotten Einsatz und wünscht eine gute Heimkehr.

Reini Knödler

Alle 80 Bilder von diesem Arbeitseinsatz sind hier zu sehen.