Beobachtungsliste der Störche

17. Mai 2019

Nach unserer ornithologischen Exkursion an den Federsee, wo wir leider in Bad Buchau den Totalausfalles der Storchenbrut auf dem Schloss-Giebel miterleben mussten, begleiten mich bei der ersten Horstkontrolle im Hasel ungute Gefühle. Hat die nasskalte Witterung auch bei uns junges Storchenleben gekostet? Gespannt richte ich also mein Fernrohr Richtung Storchenhorste. Als ersten nehme ich den «Seehorst nord» ins Visier. Einer der Brutstörche, SK890, steht am Nestrand, stochert etwas im Nestgrund und zur grossen Freude gucken kurz aber unübersehbar graue Wuschelköpfchen aus der Nestmulde hinaus. Wie viele es sind kann nicht festgestellt werden, wesentlich ist es im Moment, dass es welche hat und glücklich notiere ich ins Feldbuch: «Es hat Junge.» Weiter gehts mit der Observation des Horstes «Bäume west unten». Er ist etwas besser einsichtbar. Mindestens drei Junge kann ich ausmachen – meine Spannung lässt nach. Vom Horst «See süd» ist kein Nachwuchs zu erwarten, da auf ihm kein Brutpaar ernsthaft brütet und auch jetzt ist er nur von einem Einzelstorch besetzt. Der Horst «Bäume süd oben», der dieses Jahr von einem jungen Paar neu gebaut worden ist, ist wohl von einem Brutstorch besetzt, aber zu einem Gelege scheint es nicht gekommen zu sein. Beim Horst «Bäume süd» hingegen hat es Nachwuchs gegeben und erfreut notiere ich, drei Junge. Um besser in die höher gelegenen Horste schauen zu können, wechsle ich den Beobachtungsstandort. Von der Anhöhe beim Haselholz beobachte ich alsdann Horst um Horst und mehr und mehr wandeln sich meine Befürchtungen in die glückliche Erkenntnis, dass unsere Jungstörche die kritischen Tage bestens überstanden haben. In mindestens zwölf Horsten regt sich junges Leben. Bei zwei Horsten bleibt die genauere Beobachtung aus, bei den zwei dieses Jahr von jungen Paaren neu erstellten Horsten kam es zu keiner Brut und der Einzelgänger vom Horst «Bäume west 19» ist nach wie vor ledig geblieben. Die erste Schlechtwetterperiode haben unsere Störche glücklich gemeistert, hoffen wir, dass auch die leider angesagte nächste Regenperiode ohne nennenswerte Jungenverluste vorüber gehen wird.

29. April 2019

Mit mehreren regnerischen Tagen bei Nachttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hat die raue Natur unsere ersten Jungstörche empfangen. Wahrhaft, Petrus legte keinen Roten Teppich zu ihrem Empfang aus. Gottlob blieb es bei geringen Niederschlagsmengen und so scheint es, dass bis heute keine Jungen witterungsbedingt ihr Leben lassen mussten. Mit Vergnügen darf ich also berichten, heute im Horst «Bäume oben 10» die ersten drei Storchenküken des Jahres 2019 beobachtet zu haben. Auch auf den anderen Horsten scheint das Brutgeschäft ohne Probleme zu laufen, Störungen durch die immer noch hier weilenden Unverpaarten können keine beobachtet werden. Einige von ihnen scheinen bereits wieder weggezogen zu sein, dafür können ein Unberingter und einer mit der Ringnummer SL499 als Hasel-Neulinge abgelesen werden. Etwas weniger erfreulich entwickelt sich der Horstbezug auf den beiden 2019 neu entstandenen Horsten «Bäume west 19» und «Bäume ganz oben süd». Auf beiden fehlen noch immer die Partnerstörche und die Horste werden auch über längere Zeit verlassen. Unsere Hoffnung auf zwei weitere Brutpaare müssen wir wohl begraben, denn langsam läuft der Zeitpunkt für den Beginn einer erfolgreichen Brut davon.

24. April 2019

Betreffend Brutpaare ist nichts Neues festzustellen. Dafür aber ist die Anzahl der unverpaarten anwesenden Störche auf mindestens sechs Beringte angestiegen. Neben dem bereits vor ein paar Tagen abgelesenen DER AX971 bringen DER A7M56, SK853, SK970, SL783 und SL790 ziemlich Unruhe ins Storchengeschen beim Hof Hasel. Hoffen wir, dass diese unerwartet erschienen Störche die laufenden Bruten nicht negativ beeinträchtigen, denn – heute sind auf mindestens drei Horsten Fütterungen festgestellt worden. In anderen Worten, die ersten Jungstörche des Jahres 2019 sind geschlüpft. Für die Brutstörche ist damit die aufwändigste Zeit angebrochen und da können Störungen durch vagabundierende Artgenossen fatale Folgen haben.

18. April 2019

Noch immer ist SG657 allein. Er müsste es nicht sein, denn in den Bäumen entdecke ich zwei unverpaarte Störche, einen Unberingten und einen bei uns noch nie gesehenen mit der Ringnummer DER AX971. Nur, beide scheinen SG657 nicht zu gefallen und über das Warum zu rätseln ist müssig – Auch Störche scheinen ihre Vorlieben zu haben.

12. April 2019

Auch am 12. April scheint SK657 noch keine Partnerin gefunden zu haben. Das Hoffen geht für ihn wie für uns weiter. Neben diesem Bangen erfüllt uns an diesem 12. April im Hasel auch ein freudiges Ereignis. Weit oben in den Eschen, südöstlich des Horstes «Bäume ganz oben», beginnt nämlich ein Paar einen weiteren Horst zu bauen. Noch ist er locker und durchsichtig und über die beiden Horstbauer kann erst berichtet werden, dass einer unberingt ist. Die nächsten Tage werden es zeigen, ob auch dieses Paar bei uns bleiben wird. Dem Horst gebe ich mal den Namen «Bäume ganz oben süd». Falls auf diesem Horst effektiv gebrütet und SK 657 ein Weibchen finden würde, erlebte Hombrechtikon das erste Mal einen Brutstorchbestand von 17 Paaren. Schöne Aussichten, oder!

8. April 2019

Eine Woche später, am 8. April, ist aus den paar Ästchen bei «Bäume süd oben» bereits ein ansehnlicher Horst geworden. Wir dürfen hoffen, dass das Paar bei uns bleiben wird. Beim Horst «Bäume west 19» ist eine solche Hoffnung fraglicher. SG657 hat zwar den Horst zu einem Prachtsexemplar ausgebaut, ist aber immer noch allein. Erwähnenswert ist, dass zur Zeit auf 15 Horsten gebrütet wird.

1. April 2019

Horstkontrolle am 1. April: Nein, es ist kein Aprilscherz, im Hasel bemüht sich ein weiteres, unseres Wissens neu gebildetes Storchenpaar eine Bleibe aufzubauen. Der eine Storch stammt aus Isny im Allgäu und trägt die Nummer DER A1L69, der andere, SK897. Er wurde am 15. 6. 2017 bei uns beringt. Noch sind die Geschlechter unbekannt, aber die Freude ist bereits gross, dass ein echter Hombrechtiker im Hasel zu brüten gedenkt. Ein paar Meter über dem Horst «Bäume süd» bietet sich ein dicker Ast und ein sehr dünner Seitenast als Basis an, auf die die beiden Neuankömmlinge Ästchen um Ästchen ihrer künftigen Wohnung hinlegen können. Hoffen wir, dass es ihnen gut gelingt und in ein paar Wochen auf ihrem Horst, den ich «Bäume süd oben» taufe, wackere Storchenjunge schlüpfen werden. Dank einer Paarung von SK890/Unberingter auf Horst «See nord» entpuppt sich SK890 als Männchen.

31. März 2019

Zusammengezählt sind Ende März 15 Horste von Storchenpaaren besetzt, gleich viele wie 2018, und falls SG657 vom Horst «Bäume west 19» noch ein Weibchen findet, käme unsere Buchhaltung auf 16 besetzte Storchenhorste zu stehen.

25. März 2019

Wir nähern uns dem Märzende, schreiben den 25. März. Es beginnt die Zeit, ab der die Störche zu brüten beginnen. Anhand ihres Benehmens dürfte dies im Hasel bereits bei fünf Paaren im Gang sein. Zu meiner Verwunderung scheint dies auch auf dem Horst «Bäume ganz oben» der Fall zu sein, wo die von AWCT getrennte Störchin, 7055, nun ohne langes Fackeln mit ihrem neuen, unberingten Partner zu brüten begonnen hat. Die oben angetönte Scheidung ist damit besiegelt, ein bei Störchen eher unüblicher Akt geschehen. Bei den anderen laufenden Bruten handelt es sich um langjährige Beziehungen und ebenso seit Jahren von den gleichen Paaren besetzten Horste. Und, wie steht es um AWCT? Ich staune nicht schlecht, ihn wieder auf dem Horst «Bäume oben 09» stehen zu sehen, auf dem Horst, von dem er vor gut zwei Wochen vertrieben wurde. Seine neue Partnerin ist unberingt, für Nachforschungen leider ein unbeschriebenes Blatt. So können wir nur vermuten, dass die Neue für ihn eine Altbekannte sein könnte, denn von 2012 bis 2016 waren alle seine Partnerinnen unberingt – vielleicht erleben sie/er ein Aufflammen alter Liebe? 
Als weitere Neuigkeit kann heute über das Auftauchen von zwei dreijährigen Störchen im Hasel berichtet werden. Der eine, SK453, stammt aus Steinmaur, der andere, SK457, aus Mönchaltorf. SK457 scheint am Horst «Bäume süd» Gefallen zu haben. Da dieser Horst seit einigen Tagen nicht mehr bewohnt ist, kann er ohne die vermuteten Streitigkeiten (siehe 13. März) bezogen und ausgebaut werden. Dank einer beobachteten Kopulation entpuppt sich SK457 als Männchen und seine unberingte Partnerin als Weibchen.

19. März 2019

Sechs Tage später, am 19. März, steht die einstige Partnerin von AWCT, 7055, mit einem anderen Storch auf dem Horst «Bäume ganz oben». Lange suche ich im Ried und auf allen Baumnestern nach dem vertriebenen und angeblich verletzten AWCT. Anhand seines übergrossen, weissen Ringes mit schwarzen Buchstaben müsste er auch aus weiter Ferne gut zu entdecken sein. Mein Suchen ist aber erfolglos, ich vermute Schlimmes. Warten wir’s ab und wenden wir uns Schönerem zu. Am 19. März beginnt nämlich ein neues Kapitel im Leben des SG657.  Gebeutelt durch den Verlust seines vom Sturm heruntergewehten Horstes «Bäume west 17» und neulich vom Horst «Birke südöstlich Chalet» vertrieben, beginnt er im Alleingang in der Krone einer Hasel-Esche einen neuen Horst zu bauen. Hoffen wir, dass sein neues Werk, das in Zukunft «Bäume west 2019» heissen wird, länger als nur zwei Jahre als Wohnung dienen wird und dass eine Partnerin an diesem Werk und seinem Erbauer Gefallen findet. Und noch etwas Erfreuliches beginnt am 19. März. Ein neu zugezogenes Paar, SK890 / oR, beginnt den 1918 unbenutzt gelassenen Horst «See nord» auszubauen.

13. März 2019

Bei der nächsten Kontrolle, am 13. März, wird’s wieder interessant. Neben vier unberingten Neuen kann SK181 auf seinem Horst «Birke südöstlich Chalet» abgelesen werden. Wie es zu erwarten war, hat er im Verlauf der letzten Tage prompt den ungebetenen Gelegenheitsmieter SG657 vertrieben. Weiter besetzt ein noch nie da gewesenes Paar, SK962 / oR, den Horst «Bäume süd». Sicher werden dies die einstigen Mieter nicht kampflos akzeptieren. Was etwa zu erwarten ist, spielte sich allem Anschein nach im Verlauf der letzten Tage auf dem Horst «Bäume oben 09» ab. Diesen besetzte ja seit dem 13. Februar, wie oben beschrieben, das des Horstes auf der Birke beraubte Paar, AWCT/7055. In den letzten Tagen ist nun das wahrscheinlich (da beide unberingt) rechtmässige Brutpaar dieses Horstes zurückgekehrt. Heute steht es nun siegesbewusst auf seinem Horst. Wie die Rückeroberung des Horstes geschah entzieht sich meiner Kenntnisse. Es mussten wohl einige Federn geflogen sein, denn AWCT sah man blutverschmiert im Ried. Kampf bis aufs Blut und vielleicht Grund einer Ehescheidung, alles ausgelöst durch das Fällen des Horstbaumes «Birke». Ohne grosses Auffallen lösten sich bis heute die Paarmutationen auf den Horsten «Bäume west unten», «Bäume west oben» und «Bäume west 12». In obiger Reihenfolge aufgeführt, scheinen die Paarzusammensetzungen wie folgt zu sein: oR / oR; DER AU053 / SH150; SH096 / oR.

6. März 2019

Am 6. März sind im Hasel bereits zehn Horste von Paaren besetzt und die Anzahl Störche beträgt 22. Da noch nicht alle Ringnummern abgelesen werden konnten, fällt nichts Erwähnenswertes auf, einzig, dass die ersten Paare bereits mit Nestausbau beschäftigt sind. 

28. Februar 2019

Bis am 28. Februar können drei weitere neu angekommene Störche identifiziert werden. Zwei davon peilen ihre bekannten Horste an. DER A3874 den Horst «Bäume west 09», DER AU035, der deutsche Senderstorch, den Horst «Bäume west oben». Die letzten beiden Jahre waren die Partnerinnen des Senderstorches unberingt. Jetzt aber trägt sie einen Ring, der aber noch nicht abgelesen werden konnte. Der dritte Neuankömmling, SG657, der 2018 auf dem inzwischen abgestürzten Horst «Bäume west 17» gebrütet hatte, getraut sich das Nest «Birke südöstlich Chalet» zu benutzen. Auch hier ist eine Auseinandersetzung mit dem Horstinhaber programmiert und so steigt bis Ende Februar die Anzahl Horste mit Konfliktpotenzial auf fünf.

13. Februar 2019

Im Verlaufe des Februars nimmt die Anzahl Störche vehement zu. Schon am 13. Februar sind es deren zehn, die sich alle auf den Hasel-Horsten niederlassen, wodurch eine problemlose Ringablesung möglich ist. Vier tragen keinen Ring (im Weiteren "Unberingter" oder "oR" genannt) und die Ringnummern der restlichen sechs verraten sie allesamt als letztjährige Brutstörche vom Hasel. Im ersten Blick nichts Aufregendes – meint man. Schaut man aber genau hin, so sind die Horstbesetzungen bei zwei von sechs Horsten anders als 2018. Eine Mutation betrifft erwartungsgemäss das Paar das 2018 auf der nun fehlenden Birke brütete. Es hat den Horst «Bäume oben 09» in Besitz genommen. Ob das die letztjährigen Horstbesitzer dulden werden? Die andere Veränderung zeigt sich auf dem Horst «Bäume oben 10». Hier steht neben einem der Brutstörche von 2018 nicht der beringte Partner, sondern ein Unberingter. Da wir erst Mitte Februar haben, dürfte dieses Nebeneinanderstehen von Störchen aus verschiedenen «Ehen» noch nicht auf einen Ehebruch hindeuten, sondern eher als Akt gut nachbarlicher Beziehungen gewertet werden. Auch in diesem Fall wird die Zukunft die Wahrheit zeigen.

31. Januar 2019

Nur ein paar Tage liegt das Lutikerried unter einer dünnen Schneeschicht. Gute Verhältnisse, dass die Störche im Ried nach Futter suchen können. Fünf Adebare können wir zählen, für Nummernablesungen sind sie aber zu weit entfernt. Nur bei einem auf dem Horst «Bäume west 03» weilenden gelingt es. Er trägt den Ring 5614. Es ist der seit Jahren auf diesem Horst brütende Horstinhaber.

1. Januar 2019

Storchen-Tagebuch Hombrechtikon 2019
Der überaus milde Winter 2018/2019: Noch milder als im Winter zuvor geht das Jahr 2018 zu Ende. Erst in den ersten Januartagen 2019 fällt das Thermometer ein paar Mal unter 0°C, so dass sich dem Lützelseeufer entlang etwas Eis bilden kann. Aber schon Mitte Januar ist alles Eis wieder weg. Endlich, am 19. Januar bildet sich eine geschlossene, dünne Eishaut, die den See knapp einen Monat lang zudeckt. Aber am 22. Februar ist der See schon wieder offen, der Winter 2018/2019 also gelaufen. Für die bei uns überwinternden Störche sind dies optimalste Witterungsbedingungen. 
Horstangebote zu Beginn der Saison 2019: Weniger optimal steht es mit den Horsten im Hasel aus. Gegenüber 2018 stehen unseren Störchen zwei Horste weniger zur Verfügung. Horst «Bäume west 17» wurde von einem Wintersturm hinuntergefegt und der Baum auf dem der Horst « Birke» thronte wurde gefällt. Mal schauen, wie die Störche auf das beschränkte Horstangebot reagieren werden.
Das reduzierte Horstangebot im Hasel wird, theoretisch über das ganze Gemeindegebiet betrachtet, durch zwei neue Stangenhorste in Feldbach ausgeglichen. Dort haben nämlich Private aus eigener Initiative in verdankenswerter Weise zwei Stangenhorste aufrichten lassen. Infolge der grossen Distanz zwischen den beiden Horststandorten werden wohl kaum Hasel-Störche nach Feldbach zügeln und so die absehbare Konfliktsituation im Hasel lösen. Andererseits werden diese neuen Horste vielleicht Störche anlocken, in Feldbach zu brüten, also neue Nistorte zu beziehen und dadurch mithelfen, dass sich die Störche lückenloser über unsere Landschaft verteilen. Da in der Nähe dieser neuen Horste schon einmal Störche ohne menschliches Zutun einen Horst bauten und brüteten, dürfen wir hoffen, dass die Horste vielleicht bezogen werden.

31. Dezember 2018

Das Storchengeschehen des vergangenen Jahres finden Sie im ausführlichen Bericht von Max Zumbühl hier.

29. Juni 2018

Reges Leben herrscht auf allen Horsten. Flügel schlagend, hüpfend und springend üben die Jungen ihre Muskeln, denn bald gilt es den Sprung in die Leere zu wagen. Bei vielen ist die Schnabelfarbe bereits von Schwarz nach Rot im Umfärben, ebenso auch ihre Läufe. Die Elternstörche fehlen über längere Zeit auf den Horsten, denn es gilt nun die zwei bis vier hungrigen Jungen mit ausreichend Futter zu versorgen. Eine strenge Zeit für die Alten und der ausgetrocknete Boden macht ihnen heuer die Nahrungsbeschaffung erst recht nicht leicht.

11. Juni 2018

Am 11. Juni fährt die Feuerwehr Hombrechtikon mit der ADL im Hasel auf. Wie jedes Jahr ist dies «Der Tag der Wahrheit», denn erst mit dem Blick in die Nestmulde kann die genaue Jungenzahl erfasst werden. Nur auf dem Horst «Bäume ganz oben» sind keine Jungen zu entdecken, auf den 13 anderen Horsten jedoch zusammen deren 36 Küken. Mit dem bereits in der Pflege weilenden Jungen vom abgestürzten Horst «Bäume west 14» bescherte uns das Jahr 2018 also mit total 37 Jungstörchen, einer bis heute noch nie erreichten Anzahl. Sie alle erhalten nun die von der Vogelwarte Sempach verwalteten Ringe mit den Nummern HES SL586 bis HES SL621. Zu 80 Bildern der Beringung geht es hier.

3. Juni 2018

Eberhards telefonieren und berichten, dass einer der Baumhorste abgestürzt sei und aus dem Schilf unter den Horstbäumen Piepstöne zu hören seien. Ich eile zum Hasel, mühe mich durch mannshohes Schilf und finde einen auf den Trümmern des abgestürzten Horstes stehenden und mich recht unfreundlich anfauchenden Jungstorch. Drei seiner Geschwister liegen tot daneben, von den Horstmassen des Horstes «Bäume west 14» erschlagen und teilweise zugedeckt. Für sie kommt jede Hilfe zu spät. Den recht munteren Überlebenden packe ich in die mitgenommene Transportkiste und nehme ihn mal nach Hause, da es bereits Nacht wird und ein Transport in eine Vogelpflegestation nicht mehr drin liegt. Nach der Eingabe von etwas Wasser darf er in der Ruhe und Dunkelheit meines Kellers die Nacht verbringen. Tags darauf folgt die Reise in die Greifvogelstation, Berg am Irchel, wo er wildtiernah betreut sein junges Leben bis zum Ausfliegen verbringen wird.

1. Juni 2018

Bei der Horstkontrolle im Hasel, die durch die Belaubung der Bäume und die Unmöglichkeit, bei einzelnen Horsten nicht in die Nestmulde gucken zu können, nur erschwert möglich ist, können im Minimum in 14 Horsten total 35 Junge festgestellt werden. Es bestätigt sich auch, dass im Horst «Bäume oben 09» sicher keine Jungen heranwachsen. Auffallend ist, dass auf dem Horst «Bäume west oben» während längerer Zeit kein Altstorch Wache hält, obwohl zwei noch mit dem Dunenkleid befiederte Junge im Nest liegen. Nach geraumer Zeit fliegt der Altstorch «DER AU053» zu, die unberingte Partnerin aber lässt sich während der ganzen Beobachtungszeit nicht sehen. Ist sie vielleicht die unberingte Störchin, die am 22. Mai an der Grüningerstrasse tot gefunden wurde? Falls ja, dann müsste also «DER AU053» seine beiden Jungen allein hochbringen und sie von Zeit zu Zeit unbetreut auf dem Horst zurück lassen. Eine nicht harmlose Situation für die noch recht jungen Störchlein und eine grosse Aufgabe für den alleinerziehenden Vaterstorch. Bei der nächsten Horstkontrolle wird es also wichtig sein, nach der unberingten Störchin Ausschau zu halten. Geduld wird vonnöten sein.

28. Mai 2018

Interessante Ringfundmeldung des am 9. Juni 2015 am Lützelsee beringten Jungstorches, HES SK154. Schon im ersten Jahr nach seiner Beringung tauchte er wieder in Hombrechtikon auf, liess dadurch vermuten, dass er, wie viele andere auch, zu den nicht mehr ziehenden Störchen gehört. Nun aber belegt eine Meldung vom 19. September 2017 aus Tona, Spanien, dass er doch artgerecht nach Süden zieht.

19. Mai 2018

Die Eisheiligen sind vorbei. Sie brachten uns ein paar regnerische Tage, jedoch bei überdurchschnittlich hohen Temperaturen. Jungenausfälle mussten wir demnach nicht erwarten. In der Tat können in 14 Horsten Junge festgestellt werden. Nur gerade auf dem Horst «Bäume ganz oben» scheint das Brutgeschäft nicht zu florieren. Die beiden Altstörche stehen gelangweilt auf ihrem Horst.

8. Mai 2018

Bei einer aus Zeitgründen nur unvollständig durchgeführten Horstkontrolle können in mindestens sieben Horsten ein bis drei Junge beobachtet werden.

2. Mai 2018

Es ist so weit. Die ersten Störchlein sind geschlüpft. In mindestens sieben der 15 Horste können Junge entdeckt, beziehungsweise Altstörche beim Auswürgen von Futter beobachtet werden, was auf die Anwesenheit von geschlüpften Jungen hinweist. Die grösste Anzahl von drei Jungen beherbergt der Horst «Bäume west oben». Es ist der Horst des deutschen Senderstorches «Niclas».

23. April 2018

Eine recht einsichtsreiche Horstbeobachtung von der Höhe des Haselholzes aus zeigt noch keinen Jungennachwuchs.

7. April 2018

Im Hasel kann nichts Neues beobachtet werden. Es dürfte dieses Jahr bei 15 Brutpaaren bleiben. Ausser dem unberingten Paar auf dem Horst «Bäume süd», das sich betreffend Brüten etwas zurückhaltend benimmt, wird auf allen Horsten gebrütet.

4. April 2018

Die bei uns vertriebene Störchin, HES SK203, hat in der Naturstation Silberweide am Greifensee einen Partner gefunden und baut mit diesem auf dem östlichen Stammstummel der Ur-Silberweide einen neuen Horst.

30. März 2018

Seit der letzten Beobachtungsrunde hat sich nur auf dem Horst «Bäume west 17» etwas verändert. Die neu zugezogene Dame, HES SK203, wurde von einer Unberingten vertrieben, wahrscheinlich von der letztjährigen Brutstörchin, die ebenfalls unberingt war und nun nach ihrer Rückkehr ihr altes Heim wiedereroberte. Fremdstörche kann ich keine sehen, es herrscht wohlwollender Friede. Auf 13 von 15 Horsten verraten liegende Altstörche, dass mit dem Brüten begonnen wurde.

13. März 2018

Da im Vergleich zum verflossenen Jahr bald alle Horste bezogen sind, liegt es nahe, wieder einmal durch eine umfängliche Ringablesung Buchhaltung zu machen. Noch bevor das Fernrohr aufgestellt ist, kommt bereits die erste Überraschung. Ein 15. Horst ist bezogen. Es ist der Horst «Bäume ganz oben», jener Horst, den 2017 ein unberingtes Paar erfolglos in einer Astgabel zu verankern versuchte. Als es dann nach Wochen endlich gelang, eine Horstbasis zu schaffen und in wenigen Tagen den Horstaufbau fertigzustellen, war es für den Brutbeginn zu spät. Auch das jetzige Paar ist unberingt. So darf angenommen werden, dass die jetzt fleissig mit dem Nestausbau beschäftigten Vögel ihren vor einem Jahr so mühsam aber hartnäckig zustande gebrachten Horst nun wohlverdient bewohnen dürfen. Damit sind im Hasel also 15 Horste von Paaren bewohnt, gleich viele wie im Jahr 2017. Der Vergleich der Horstbesetzungen zwischen 2017 und 2018 zeigt nur zwei Änderungen. Beim Horst «Bäume west 17» wird der Unberingte durch einen Beringten mit der Ringnummer HES SK203 ersetzt. Auf Horst «Bäume süd» wird der Beringte, HES SG671, der Unstete, der 2017 während der Brutzeit zwischen den Horsten «Bäume süd» und «See nord» hin und her wechselte, so dass es zu keiner erfolgreichen Brut kommen konnte, von einem Unberingten abgelöst. Mit nur zwei Mutationen bei 15 Paaren, sind unsere Störche dieses Jahr wahre Musterbeispiele für das ihnen nachgesagte Verhalten, nest- und partnertreu zu sein. Da wir uns erst in der Mitte der Horstbezugsperiode befinden, könnte ihr gutes Verhalten noch Kratzer erleiden. Aspiranten, die die idyllischen Verhältnisse unserer Störche vielleicht noch durcheinander bringen können, sind nämlich bereits in der Gegend. So steht ein keinem Horst zuzuschreibender Unberingter inmitten der vielen Horste in den Bäumen. Niemand weiss, was er im Schilde führt. Ebenso dürften auch die beiden Störche, die unweit des Hasels auf der Eiche Richtung Hueb rasten, Interesse haben, sich ins Storchengeschehen in den Haselbäumen einzumischen. Wann und wie dies geschehen wird ist spannend, warten wir es ab.

11. März 2018

Anlässlich der Veranstaltung «Wintergäste am Lützelsee» des Ornithologischen Verein Hombrechtikon werden auch die Storchenhorste im Hasel ins Visier genommen. Neu seit gestern klappern jetzt auch auf dem Horst «Birke sö Chalet» zwei Störche und frisch von einem Paar besetzt ist der Horst «Bäume süd». Somit sind 14 Horste von Paaren besetzt.

10. März 2018

Im Vorbeigehen, d.h. ohne Fernrohr und Feldstecher, kann festgestellt werden, dass jetzt auch der Horst «Bäume west 17» von einem Paar besetzt ist.

8. März 2018

Seit der letzten Information (19. Februar) sind im Hasel fünf beringte und drei unberingte Störche angekommen. So sind bereits elf Horste von Paaren besetzt und auf zwei Horsten weilen noch Solisten.

19. Februar 2018

Sieben Horste sind von beiden Partnern besetzt. Unter den total 17 anwesenden Störchen können neu zwei weitere Nummern abgelesen werden, HES SG689 und DER AU053. Es sind zwei Altbekannte. Zur Erinnerung: DER AU053 ist besendert, schon das dritte Jahr im Hasel Brutstorch, bis heute leider noch ohne Bruterfolg. Möge es ihm dieses Jahr endlich gelingen, Junge hochzubringen.

6. Februar 2018

Unter den zwölf anwesenden Störchen kann durch die Ringablesung ein weiterer Altbekannter bestätigt werden, HES SG929. Ebenso scheinen auch zwei weitere neue Unberingte da zu sein. Sie verraten sich als letztjährige Brutstörche infolge ihrer Horstwahl (siehe Bemerkungen vom 29. Januar 2018). Neben den Störchen lassen sich auch zwei Nilgänse auf einem Storchenhorst nieder. Ihr Aufenthalt dauert aber nicht lange. Der Horstinhaber vertreibt sie umgehend.

3. Februar 2018

Heute sind mindestens 14 Störche anwesend.

29. Januar 2018

Zur Zeit der Ablesung sind total acht Störche in der Gegend, darunter der dieses Jahr erstmals abgelesene HES SA826. Vor vier Tagen konnten auch zwei Unberingte beobachtet werden. Damit beginnt wieder das Werweissen im Zusammenhang mit den Unberingten: Ist es der letztjährige Brutstorch oder ist es ein anderer? Da die Beiden auf Horsten standen, auf denen schon in den vergangenen Jahren Unberingte brüteten, darf ich annehmen, dass es sich um diese handelt. In diesem Fall erhöht sich die Anzahl der zur Zeit im Hasel anwesenden Störche auf elf.

25. Januar 2018

Die Anzahl Störche hat sich auf acht erhöht. Neu können auf der Birke AWCT und 7055 abgelesen werden. Es ist das Paar, das letztes Jahr auf diesem Horst gebrütet hat.

8. Januar 2018

Zur Zeit weilen fünf Störche auf den Horstbäumen im Hasel. Die Ringablesungen ergeben: Auf Horst «Bäume west 03» stehen 5614 und ein Unberingter, das seit Jahren dort brütende Horstpaar. In den Bäumen verteilt sind 5337, 6349 und HES SE228, alles bekannte, hiesige Brutstörche.

4. Januar 2018

Auf der ersten Storchenrunde dieses Jahres um den Lützelsee präsentieren sich die Horstbäume im Hasel bereits mit sechs anwesenden Störchen. Sie stehen auf vier Horsten, zwei Pärchen und zwei Einzelgänger.

31. Dezember 2017

Das Storchengeschehen des vergangenen Jahres finden Sie im ausführlichen Bericht von Max Zumbühl hier.

5. Dezember 2017

Seit dem 11. September pendelt die Storchenanzahl um den Hasel zwischen fünf und neun Individuen, deren Ringnummern sie als hiesige Brutstörche belegen. Heute aber können von vier Fremden die Ringnummern abgelesen werden. SK168, ein Junger des Jahres 2015 aus Hombrechtikon, der schon in Deutschland und Frankreich gesichtet wurde und nun auf seinen Streifzügen wieder einmal zuhause vorbeischaut. SH762, ein Junger mit Jahrgang 2014 aus Riedikon, der wahrscheinlich anhand seiner Ringablesungen nicht zieht, dafür aber als erster Brutstorch das Brutgeschehen der neueren Zeit in Pfäffikon ZH einleitete. SH793, 2014 im Hasel geschlüpft, der dann in Spanien abgelesen und 2016 als Partnerin des oben beschriebenen Urstorches von Pfäffikon ZH in die Annalen eingehen wird. DER AN905, 2014 in Steisslingen geschlüpft, brütete 2016 und 2017 in Uznach und wurde in Rapperswil und in Genf abgelesen. Die Ablesung in Genf könnte ein Hinweis sein, dass DER AN905 zur Überwinterung 2016/2017 in den Süden gezogen war, die heutige Dezember-Ablesung weist aber darauf hin, dass auch DER AN905 zum Überwinterer geworden ist.

4. September 2017

Seit dem 21. August sind im Lutikerried (d.h. in der Umgebung des Hasels) nie mehr als 22 Störche gezählt worden. Der grosse Exodus unserer Störche dürfte also passiert sein.

29. Juli 2017

Die Anzahl Störche in der Haselumgebung ist auf 41 geschrumpft. Nur noch das Junge von der Birke sö. Chalet hütet zur Mittagszeit seinen Geburtshorst, alle anderen sind in der näheren oder vielleicht schon weiteren Umgebung verteilt. Auch die ersten Altstörche dürften unsere Gegend bereits verlassen haben, denn nur die Brut- und noch lebenden Jungstörche zusammengezählt, müssten 54 Störche anwesend sein.

17. Juli 2017

Rund einen Monat nach der Beringung zähle ich in der Umgebung des Hasels 46 Störche, darunter nur noch sieben Jungstörche auf ihren Horsten. Der Grossteil der Jungen ist also bereits ausgeflogen.

21. Juni 2017

Unter der Birke sö. Chalet finden Eberhards ein totes Junges. Es ist SK915, eines der beiden Jungen dieses Horstes. Die Todesursache ist unbekannt.

15. Juni 2017

Heute fährt die Feuerwehr Hombrechtikon mit der Autodrehleiter im Hasel auf. Die Jungstörche werden beringt. Es ist der Tag der Wahrheit, die erste Gelegenheit, ungehindert in die Storchennester zu gucken, den wahren Bruterfolg zu erfassen. Lässt man die beiden nur kurzzeitig die Seehorste bewohnenden Horstpaare weg, dürfen wir von 15 ernsthaft brütenden Paaren sprechen. Zwei Paare davon hatten keine Jungen, Zwei Paare hatten Junge, die aber eingingen und elf Paare hatten Junge, total 25, denen wir die Ringe der Vogelwarte Sempach mit den Nummern, HES SK891 bis HES SK915 anklipsten.

2. Juni 2017

Ein ausserordentlich warmer Mai hat dazu beigetragen, dass sich ein guter Bruterfolg abzeichnet. Zwar haben seit der letzten Zählung zwei Paare ihre Jungen verloren, dafür aber sind auf anderen Horsten Junge geschlüpft, sodass zur Zeit auf elf Horsten Junge leben. Der Horst «See nord» ist wieder verlassen, dafür steht seit Tagen auf dem Horst «See süd» ein neues Paar, DER AT592 mit einem Unberingten. Anstalten, den Horst auszubauen, machen sie aber nicht. Obwohl wieder einmal ein Altstorch auf dem Horst «Bäume süd» liegt, dürfen wir dort keine Jungen erwarten, ebenso auch vom Paar auf dem Horst «Bäume ganz oben», da die Zeit für eine glückliche Brut zu weit fortgeschritten ist.

10. Mai 2017

Rund drei Wochen nach der nasskalten Wetterperiode mit Frostnächten, Regen- und Schneefällen zeigt es sich endgültig, dass die Störche die misslichen Wetterverhältnisse gut überstanden haben. Auf neun Horsten sind Junge zu sehen, auf vier Horsten liegende, d.h. wahrscheinlich brütende Altstörche, dem Paar beim Horst «Bäume ganz oben» ist es inzwischen gelungen, den Horst wieder instand zu setzen und auf dem Horst «See nord» scheint sich ein weiteres Paar einzurichten. Total sind das 15 mögliche Brutpaare. Und wieder kann von einem unbekannten Besucher der Ring abgelesen werden, DER AV175.

3. Mai 2017

Auf einem Nest kann eine Fütterung beobachtet werden, auf den meisten andern sind Altstörche am Brüten oder Hudern. Wie es im Moment scheint, hat die Kälte und der Schneefall keine gravierenden Verluste gebracht. (so)

19. April 2017

Trotz ergiebigen Regen- und Schneefällen und sogar einer Frostnacht wird im Hasel auf 13 Horsten gebrütet und ein 14. Paar bemüht sich nach wie vor verbissen, den Horst «Bäume ganz oben» wieder herzustellen. Drei Horste, auf denen dieses Jahr schon Pärchen beobachtet wurden, sind zur Zeit aber verlassen. (See nord, See süd und Bäume süd).

7. April 2017

Gleich vier Ringfundmeldungen von Lützelsee-Störchen treffen von der Vogelwarte ein. Die Beobachtungsdaten lauten: HES SG369: 10. Juni 2011 beringt, 20. August 2011 Laconnex GE, 26. März 2017 Uznach. HES SH782: 10. Juni 2014 beringt, 11. Juni 2015 Raisting D, 14. Februar 2016 Torres de Segre E, 25. April 2016 Raisting, 30. März 2017 Raisting. HES SK171: 9. Juni 2015 beringt, 30. März 2017 Greifensee. HES SK153: 9. Juni 2015 beringt, 6. Oktober 2016 Altstätten SG, 26. März 2017 Ebersbach D.

6. April 2017

Wieder kann im Hasel ein Neuzuzüger abgelesen werden. Es ist HES SK169. Er wurde am 9. Juni 2015 im Hasel beringt, verschwand dann von der Bildfläche und taucht jetzt, nach zwei Jahren, wieder am Geburtsort auf. Oben in den Bäumen haben weitere Paare mit dem Brüten begonnen, total scheint es einem ganzen Dutzend ernst zu sein.

1. April 2017

Wieder kann ein Neuling im Hasel abgelesen werden. Es ist HES SK131. Beringt wurde er 2015 in Steinmaur, zog dann via Beromünster nach Almagro E und ist jetzt wieder in seine nähere Heimat zurück gekehrt. Dauernd im Nest liegende Altstörche weisen darauf hin, dass auf neun Horsten mit dem Brüten begonnen wurde.

27. März 2017

Es läuft etwas im Hasel. Heute konnte ich die Ringnummern von fünf noch nie da gewesenen Störchen ablesen, zwei deutschen und drei schweizerischen. Erfreulich ist auch, dass der fast zerfallene Horst «Bäume west 12» von zwei Unberingten wieder ernsthaft aufgebaut wird.

20. März 2017

Drei weitere Neuankömmlinge können abgelesen werden. Es sind alles Störche, die noch nie bei uns im Hasel gebrütet haben. Einer, SK142, schlüpfte 2015 bei uns und SK025 im gleichen Jahr in Murimoos. SH150 ist ein Jahr älter, schlüpfte in Zürich und war schon in Spanien abgelesen worden. Sie scheint den Horst «Bäume west unten» zu erben und kopuliert auf diesem mit einem Unberingten. Der Horst «Bäume oben 09», den ein unberingtes Paar vor sechs Tagen wieder aufzubauen begonnen hat, ist nahezu fertig und bezugsbereit. Gar ein neuer Horst wird im Westteil der Bäume gebaut. Bauherr ist «SG657», ein Storch, der seit 2014 im Hasel brütete, jedes Jahr jedoch auf einem anderen Horst und bis heute mit mindestens zwei verschiedenen Partnerinnen. Zu seiner Entschuldigung sei erwähnt, dass die beiden Horste, auf denen er in den letzten zwei Jahren brütete, bereits von zwei bedeutend älteren Paaren besetzt sind.

14. März 2017

Bei mindestens zehn Horsten scheinen der Horstbesitz und die Paare bestimmt zu sein. Inzwischen hat ein Paar auch begonnen, den letztes Jahr abgestürzten Horst «Bäume oben 09» wieder neu zu bauen. Eifrig werden auch die anderen Horste ausgebaut und ausgepolstert und zur Bestätigung, dass Nachwuchs erwünscht ist, flatternd und klappernd die nötigen biologischen Aktionen geübt.

9. März 2017

Fünf Tage später und der Bestand ist auf 27 Störche angestiegen, darunter drei beringte Neulinge. Inzwischen ist unser Senderstorch in eine Wohnung mit besserer Aussicht gezügelt, nämlich vom Horst «Bäume west unten» auf den Horst «Bäume west oben».

4. März 2017

Der Horst «Bäume nordost», einer der Horste, den wir im Herbst seines grossen Gewichtes wegen etwas reduziert hatten, ist abgestürzt. Was werden wohl seine Bewohner machen? Sie, die uns im letzten Jahr die einzigen Jungen schenkten. Noch ist das Paar nicht zurück, dafür aber der deutsche Senderstorch «Niclas». Er steht auf seinem letztjährigen Horst, daneben aber nicht seine Angetraute, sondern eine Unberingte. Einen Partner- und Horstwechsel scheint sich auch bei unserem Pariser anzubahnen, steht er doch mit der letztjährigen Frau des Horstes «Bäume ganz oben» neu auf dem «Birkenhorst». Der Mann von «Bäume ganz oben» wechselt seinerseits zur unberingten Frau vom Horst «Bäume oben 13» und das Paar vom Horst «Bäume süd», einem recht labilen Horst, zieht hinauf auf den Horst «Bäume oben». Gilt der Spruch «Lieber zügle statt ziise!» wohl auch für die Störche?

22. Februar 2017

Weitere fünf Störche sind eingetroffen. Anhand der Nummern keine Unbekannten. Nur, einige stehen nicht auf ihren Horsten und bereits geht wieder der Nistmaterialklau los, und ein Paar kopuliert bereits.

21. Februar 2017

Von Rapperswil trifft die Nachricht ein, dass SH084, der seit drei Jahren im Hasel auf dem Horst «See nord» gebrütet hatte, beginnt, sich mit einem anderen Partner auf einer Pappel in Rapperswil zu installieren. Zügelt er wohl weg?

13. Februar 2017

Der Storchenbestand ist auf zwölf Exemplare angestiegen. Da sie sich auf den Horsten aufhalten, können alle Beringten identifiziert werden. Es sind deren sechs, alles uns bekannte Brutstörche der verflossenen Jahre. Alle anderen sind unberingt.

3. Februar 2017

Über den ganzen Januar zeigten sich keine Störche mehr am seit Wochen zugefrorenen Lützelsee. Heute aber sind wieder drei im Ried zu beobachten, zu weit weg um ihre Ringnummern abzulesen.

4. Januar 2017

Die erste Storchenbeobachtung am Lützelsee gelingt 2017 Ernst Sonderegger. Er kann sieben im Lutikerried feldernde Störche notieren.

20. Dezember 2016

Zwei Ringfundmeldungen aus Sempach: HES SG382, 2010 in Hombrechtikon geschlüpft, ist am 27. Oktober 2016 in Almagro E abgelesen worden. Ihm scheint es im Süden sehr zu gefallen, denn alle sechs bis heute eingegangenen Ringfundmeldungen stammen aus Spanien oder Südfrankreich. Mehr, und recht Interessantes, wissen wir von HES SG327. Ebenso im Jahre 2010 bei uns geschlüpft, machte sie 2012 als nur zweijährige Brutstörchin mit vier Jungen, die leider des schlechten Wetters wegen eingingen, Aufsehen. Sie war nicht nur eine sehr junge Storchenmutter, sondern auch noch die Erste, die seit dem Jahr 1754 wieder in Maur brütete. Den Januar 2013 verbrachte sie im Alcazar de San Juan in Spanien. Dann kehrte sie nach Maur zurück und brütete wieder mit dem gleichen Storch auf der Pappel bei der Schifflände. Wieder gingen ihre Jungen wegen Dauerregen ein, vielleicht der Grund, dass das Paar im Jahr 2014 auf den Lok-Remise-Kamin in Uster zügelte. Zwei Junge zogen die Beiden auf, ebenso zwei im folgenden Jahr. Dieses Jahr brütete HES SG327 nicht mehr mit ihrem jungen Mann auf dem Lok-Remise-Kamin, dafür aber auf der Zollingerpappel in Riedikon mit dem dortigen, 23 Jahre alten «Horstinhaber». Leider wurde auch der Nachwuchs dieser Brut ein Opfer der misslichen Wetterbedingungen. Um so mehr erfreut uns die eben eingegangene Mitteilung, dass HES SG327 lebt und am 5. November 2016 in Alcazar de San Juan E abgelesen wurde.

7. Oktober 2016

Ringfundmeldung aus Sempach. SK161, am 9. Juni 2015 im Hasel geschlüpft, wird am 2. September 2016 in Molina de Aragon E unter einer Stromleitung tot gefunden.

7. September 2016

Überraschend viele, nämlich 15 Störche, staksen hinter den Mähmaschinen der Riedstreue mähenden Bauern einher. Leider sind die Stelzbeiner zu weit entfernt um Nummern ablesen zu können. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass es wahrscheinlich alles Überwinterer der näheren und weiteren Umgebung sind, die noch so gerne die reiche Beute hinter den Mähmaschinen her aufpicken.

22. August 2016

Die Störche scheinen weggezogen zu sein, nur noch acht feldern im Ried. Von sechs kann ich die Nummern ablesen. Vier davon gehören zu unseren Brutstörchen und zwei tragen Nummern, die dieses Jahr noch nie im Hasel abgelesen wurden. Beide sind zweijährig und wurden in der Silberweide, bzw. in Uznach beringt.

17. August 2016

Noch immer sind um die 20 Störche in der Lützelseegegend. Sie lassen sich hoch in die Lüfte tragen. Die Frage, ob es nur unsere Störche sind, ist berechtigt, denn es ist Zugzeit.

31. Juli 2016

Um den Lützelsee können noch 21 Störche gezählt werden. Die zwei Jungen sind immer noch auf ihrem Host und werden dort gefüttert. Der Pariser, AWCT, kann dank seines grossen Plastikringes abgelesen werden. Er steht in den Bäumen, aber nicht auf seinem Horst.

7. Juli 2016

Fast einen Monat später als in den verflossenen Jahren können heute die beiden sehr spät geschlüpften Jungen vom Horst «Bäume nordost» beringt werden. In verdankenswerter Weise fährt die Feuerwehr Hombrechtikon mit der neu reparierten ADL im Hasel auf, sodass die zwei einzigen Jungen dieses Jahres mit den Sempacher-Ringen HES SK461 und HES SK462 markiert werden können. Gesund und gut entwickelt sehen die beiden Jungen aus, hoffen wir, dass sie das Ausfliegen glücklich überleben.

17. Juni 2016

Bei der heutigen Horstkontrolle müssen wir feststellen, dass das Junge vom Horst «Birke beim Chalet» leider fehlt. Am 6. Juni war es noch munter, was ist ihm wohl geschehen? Die beiden Jungen auf dem Horst «Bäume nordost» sind glücklicherweise wohlauf. Sie sind wohl die einzigen, die dieses Jahr im Hasel beringt werden können.

14. Juni 2016

Und noch etwas Erfreuliches. Ein 2012 bei uns geschlüpfter Jungstorch, SH058, der 2013 und 2015 in Spanien beobachtet wurde, ist vor zwei Tagen in Avenches VD abgelesen worden. Ob er in der Gegend gebrütet hat ist ungewiss, aber schon als Rückkehrer macht er uns Freude.

12. Juni 2016

Aus Dinkelscherben dürfen wir vernehmen, dass die drei Jungen der dort brütenden Störchin aus Hombrechtikon gut gedeihen und munter einer glücklichen Zukunft entgegen klappern.

31. Mai 2016

Gestern entdeckte Ernst Sonderegger auf einem Horst im Hasel zwei Jungstörche. Unsere leise Hoffnung, nach den verheerenden Jungenverlusten während der Regenperiode vom 11. bis 15. Mai doch noch Junge zu bekommen, ist also erfüllt worden. Es ist das Paar vom Horst «Bäume nordost», das uns diese Freude schenkt. Und es wird noch besser! Auch auf dem Horst «Birke beim Chalet» ist Nachwuchs angekommen. Ein Junges bis jetzt, gestern oder vielleicht sogar erst heute geschlüpft. Welch eine Freude.

29. Mai 2016

In Anbetracht der vielen bei uns eingegangenen Jungstörche lässt uns die freudige Nachricht von Herrn Wurschy wieder einmal aufatmen. Unsere in Hombrechtikon geschlüpfte Storchendame, SE294, hat mit ihrer Brut auf der St. Annakirche in Dinkelscherben mehr Glück. Vier muntere Storchenküken hat sie bis jetzt über die Runde gebracht. Hoffen wir mit ihr, dass die Jungen zum Ausfliegen kommen. Der Bericht als PDF-Dokument hier.

27. Mai 2016

Während dem 30-Jahr-Jubiläum der Wiederansiedlung von Störchen in Hombrechtikon hatten wir viel Zeit, die noch Hoffnung auf Nachwuchs versprechenden Horste zu beobachten. Leider konnten wir aber nichts Erfreuliches feststellen. Das Brüten wurde nach und nach aufgegeben, gewisse Horste gar verlassen – noch eine allerletzte Hoffnung ruht auf dem Horstpaar auf der Birke neben dem Chalet.

26. Mai 2016

Unsere grosse Rückschau auf die vor 30 Jahren gestartete Wiederansiedlung von Störchen in Hombrechtikon ist vorbei. Zwei Tage lang konnten sich über das letzte Wochenende alle Lützelseewanderer im Hasel über eine Bilderschau die Vorgeschichte, die Realisation und den glücklichen Erfolg unseres Werkes informieren und in den Tagen danach wurden in über zehn Lichtbildervorträgen den Schülern von Hombrechtikon Interessantes aus der Betreuung der während fünf Jahren in den Gehegen gehaltenen Störchen erzählt.

21. Mai 2016

Am 21. und 22. Mai feiern wir das Jubiläum «30 Jahre Störche im Hasel am Lützelsee». Mit einer Ausstellung halten wir Rückschau auf die 1986 vom OVH mit der Gehegehaltung und Auswilderung von Störchen begonnene Wiederansiedlung von Störchen am Lützelsee. Als 22. Aussenstation Altreus betreuten wir während fünf Jahren in einem offenen und einem geschlossenen Gehege die für den Freilass vorgesehenen Störche. Über Fotos und Statistiken erinnerten wir uns an die in Frondienst errichteten Gehege, die jahrelang bei jeder Witterung von den Vereinsmitgliedern vollbrachten Fütterungen und natürlich über den geglückten Erfolg unserer Arbeit, die sich durch die heutige Anwesenheit von bis zu 16 Brutpaaren klappernd manifestiert und bis heute 437 Junge zum Ausfliegen brachte. Hier sind 130 Bilder von diesem Anlass zu sehen.

15. Mai 2016

Die Regenwetterperiode hat ihren Tribut gefordert. Nach rund 60 Stunden ergiebigen Regenfällen sind auf keinem Horst mehr lebende Junge auszumachen und der Horst «Bäume süd» ist zurzeit von beiden Altstörchen verlassen. Noch ist eine kleine Hoffnung da, dass auf den sechs Horsten, wo liegende Alte auf ein Brüten hinweisen, noch Junge erwartet werden dürfen. Dies wäre zu schön – die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man.

11. Mai 2016

Es ist eine Regenwetterperiode angesagt. Die Horstkontrolle zeigt in neun Horsten total 23 geschlüpfte Junge. Auf fünf Horsten wird eifrig gebütet, ob schon Junge da sind, kann nicht erspäht werden. Auf dem Horst «Bäume süd» ist sicher noch kein Gelege, die Alten kopulieren zwar, basteln etwas am Horst, stehen dann aber die längste Zeit untätig herum. Auch auf dem Horst «Bäume west unten» scheint noch kein Gelege vorhanden zu sein.

10. Mai 2016

Unser Ostzieher ist wieder in der Gegend zurück. Vor rund einem Jahr hat SH770 vom Lützelsee für Aufsehen gesorgt, da er ganz unüblich Richtung Osten gezogen war und sich in Gater, Ungarn zeigte. Am 7. Mai wurde er nun in Römerswil LU abgelesen, ist also wieder in seine Herkunftsgegend zurück gekehrt.

28. April 2016

Die ersten Jungen dieses Jahres sind geschlüpft. Auf drei Horsten hat es Nachwuchs gegeben, total mindestens sieben Junge.

21. April 2016

Ringfundmeldung eines im Jahre 2014 im Hasel geschlüpften Jungen, HES SH777: Er wurde im November 2015 in Spanien beobachtet und ist am 7. April 2016 in Isny, Süddeutschland, abgelesen worden. Zugvogel und Rückkehrer in sein Herkunftsgebiet.

16. April 2016

Das 16. Brutpaar ist Tatsache. Das Paar, HES SH096 / Unberingter, hat wie erhofft auf dem Ast des einstigen Horstes «Bäume oben 09» den neuen Horst ausgebaut und bereits bezogen. Auf allen anderen Horsten wird gebrütet. Weiter lese ich einen weiteren Zuzüger ab, HES SH789. Es ist ein 2014 bei uns geschlüpfter Junger. Er trägt bereits einen Ast in die Bäume, weiss aber nicht, wo er ihn platzieren soll. Auch ein weiterer Unbedringter steht in den Bäumen – sind die beiden vielleicht ein weiteres Paar? Man wird es sehen und es bleibt spannend.

9. April 2016

Die kürzlich neu bezogenen Horste, «Bäume nordost» und «Birke sö. Chalet» sind tüchtig ausgebaut worden und auf beiden liegt ab und zu einer, es wird kopuliert, typische Zeichen des Brutbeginns. Damit liegt die Brutpaarzahl bei 15. Doch es können noch mehr werden. Dort wo einst der Horst «Bäume oben 09» thronte, baut nämlich ein Paar einen neuen Horst. Es sind der vor einigen Tagen hier eingetroffene HES SH096 und ein Unberingter. Brüten heuer gar 16 Brutpaare im Hasel?

6. April 2016

Welch eine Neuigkeit! Am 11. März 2016 tauchte bei uns der 2014 in Böhringen beringte Storch, DER AU053, auf (siehe unten). Diesen Fund meldete ich natürlich an die Beringungszentrale in Deutschland und an die Vogelwarte Sempach. Heute nun trifft die Ringfundbestätigung ein und überrascht mit folgendem Inhalt. DER AU053 ist nicht nur ein beringter Storch, sondern auch der mit einem GPS-Logger bestückte Senderstorch «Niclas». So reiste am 23. März 2016 eine Beauftragte der Vogelwarte Radolfzell nach Hombrechtikon, um im Hasel die Daten des GPS-Loggers herunterzuladen. Dabei fand sie unter den Horstbäumen den Sempach-Ring, HES SK157. Es ist der Ring eines von mir 2015 im Hasel beringten Jungstorches. Am 24. Juli 2015 las ich ihn das letzte Mal im Hasel ab und nahm an, dass er beim grossen Exodus am 6. August 2015 mit den vielen anderen Störchen in den Süden gezogen war. So war es also sicher nicht! Mit grosser Wahrscheinlichkeit glückte diesem Jungen der Jungfernflug nicht. Im hohen Schilf unter den Horsten blieb er gefangen, verendete und die Entfernung alles Fressbaren seines Kadavers besorgten die diversen Aasfresser. Zurück blieb der nackte Erkennungsring, den nun eine von weit her angereiste Biologin gefunden hat.

5. April 2016

Die Störche scheinen es auch gemerkt zu haben, dass das Astwerk unter dem neuesten Horst zu schwach gewesen wäre und haben den Horstbau abgebrochen. Dafür ist ein Paar damit beschäftigt, südöstlich des Chalets auf einer Birke einen Horst in die Äste zu flechten. Vielleicht ist es das obige Paar. Einer ist unberingt, einer trägt den Ring, HES SH130. Diesen Ring lese ich das erste Mal im Hasel ab. Sein Träger schlüpfte 2014 in Steinmaur, wurde im Sommer 2015 im Neeracherried und in Steinmaur abgelesen, verbrachte den Winter 2015/2016 in Pinto und El Porcal in Spanien. Am 10. März 2016 wurde er dort noch abgelesen. In weniger als vier Wochen flog er nun in seine Heimat zurück und scheint entschlossen zu sein, bei uns seine erste Brut zu wagen. Und noch einem weiteren «Neuling» kann die Ringnummer abgelesen werden, HES SK154. Diesen Storch habe ich am 9. Juni 2015 hier im Hasel beringt und seither nie wieder gesehen. Ob er den Winter im Süden oder hier verbracht hatte, ist unbekannt, Ringfundmeldungen liegen keine vor.

2. April 2016

Das Paar von der Rosskastanie richtet sich neu auf dem Horst «Bäume nordost» ein und trägt tüchtig Nistmaterial ein. Ein anderes Paar, einer ist unberingt der andere hat einen sehr verschmutzten Ring, beginnt hoch oben in den Bäumen gegen die Scheune hin einen neuen Horst zu bauen. Dünn sind die tragenden Äste – ob das gut kommt?

30. März 2016

Auf den meisten Horsten haben die Störche zu brüten begonnen, auf dem Horst auf der Rosskastanie jedoch noch nicht. Dafür wird tüchtig Nistmaterial eingetragen. Einer der beiden Störche ist unberingt, der andere ist ein Deutscher, DER AL596. In den Bäumen können weitere Zuzüger entdeckt werden, zwei Unberingte und HES SH096. SH096 schlüpfte 2012 in der Silberweide in Mönchaltorf, wurde im August 2014 in Düdingen FR auf dem Zug abgelesen und brütete 2015 bei uns im Hasel. Seine späte Rückkehr und die Zugzeitablesung in Düdingen weisen darauf hin, dass er ein Zugvogel ist. Seine relativ späte Ankunft im Brutgebiet bringt es nun mit sich, dass er seinen letztjährigen Horst bereits von einem anderen Paar besetzt vorfindet. Es wird interessant sein, wie er dieses Problem lösen wird, konkret, wer letztendlich auf seinem letztjährigen Horst «Bäume oben 13» das Sagen hat.

22. März 2016

Der Zuzug «neuer» Störche im Hasel will nicht aufhören. Heute kann ich in den Bäumen zwei Schweizer identifizieren, HES SH119 und HES SH768. SH119 wurde 2014 in Rapperswil, SH768 ebenfalls im Jahre 2014 bei uns im Hasel beringt. Weiter baut sich neulich auch ein Paar ernsthaft auf der Rosskastanie beim Haselbeizli einen Horst und die beiden Paare auf den Horsten «Bäume oben» und «Bäume west unten» scheinen sich endgültig entschlossen zu haben auf diesen Horsten zu brüten. Damit sind zur Zeit 13 Horste besetzt, ein Horst im Aufbau und mindestens vier unverpaarte Störche in der Gegend.

21. März 2016

AWCT scheint es geschafft zu haben, nach einem Jahr Unterbruch wieder auf seinem Horst brüten zu können. Er und seine Partnerin bewohnen unangefochten ihren einstigen Horst. Der einstige Angreifer, SG948, hat eine(n) Partnerin (Partner) gefunden und die beiden sind daran die noch freien zwei Horste «Bäume oben» und «Bäume nordost» zu inspizieren und zu prüfen, welcher der beiden ihnen als Brutplatz dienen soll. Und wieder können drei Neuankömmlinge abgelesen werden, ein Deutscher und zwei Schweizer. Der eine der «neuen» Schweizer, HES SH748, hat sich mit dem seit dem 11. März anwesenden Deutschen, DER AU053, zusammen getan. Beide sind eifrig damit beschäftigt den Horst «Bäume west unten» auszubauen. Die beiden anderen Neuen, DER AT851 und HES SH743, lassen noch nichts Konkretes ihrer Absichten erkennen. Zur Zeit sind 28 Störche im Hasel, elf sichere Brutpaare, zwei mögliche Brutpaare und zwei Einzelstörche.

17. März 2016

Der erste (und auch letzte) Blick während meiner Anwesenheit im Hasel gilt dem Horst «Bäume west 12». Ist AWCT noch immer in Horstbesitz oder haben es die beiden Jungen geschafft, ihn und seine Partnerin zu vertreiben? Das Rätsel bleibt aber ungelöst, denn der einzige auf dem Horst anwesende Storch bequemt sich bis zur Dämmerung nicht aufzustehen, damit er identifiziert werden könnte. Dafür aber können in den Bäumen wieder zwei Neuankömmlinge abgelesen werden. Es sind mir unbekannte Störche mit Ringen der Vogelwarte Radolfzell, DER AU066 und DER AR305.

14. März 2016

Eine erste Schlacht um den Horst «Bäume west 12» muss bereits stattgefunden haben. Am heutigen späten Nachmittag steht nämlich nicht mehr der von Saharastaub verfärbte «AWCT» auf dem Horst, sondern der vor drei Tagen angekommene «HES SG948» und eine Unberingte. Ich muss nicht lange warten bis die Waffenruhe wieder gebrochen wird. Im gestreckten Flug pfeilt AWCT auf den Horstrivalen zu und stösst ihn nach einem kurzen Schnabelfechten vom Horst. Triumphierend stolziert «AWCT» klappernd auf dem wieder zurück eroberten Horst einher, die Partnerin fliegt zu und gemeinsam feiern sie klappernd ihren Sieg.

11. März 2016

Während den letzten vier Tagen hat sich der Storchenbestand im Hasel um acht Tiere erhöht. Vier davon sind unberingt, Näheres über sie auszusagen ist also unmöglich. Zwei weitere sind das erste Mal im Hasel beobachtete Störche und der Storch mit dem Ring, DER AU053, hat im verflossenen Juli einmal im Hasel Halt gemacht. Der Interessanteste von allen Neuankömmlingen ist der Storch, HES SG948. Er war im letzten Jahr Brutstorch auf dem Horst «Bäume west 12», den neulich der einstige, im letzten Jahr aber verschollene Brutstorch, wieder in Besitz genommen hat. Noch hält sich SG948 diskret im Geäst der Bäume auf – in seinem Kopf reift aber wohl ein Schlachtplan.

7. März 2016

In den verflossenen sechs Tagen sind sage und schreibe fünf «neue» Störche eingetroffen. Es sind alles Altbekannte, das Paar vom Horst «Bäume süd», das Paar vom Horst «Birke», das in der letzten Saison alle Jungen verlor und jetzt den eine Etage höher liegenden Horst «Bäume oben 13» besetzt. Der fünfte Neuankömmling trägt den Ring, HES SH084. Es ist die letztjährige Störchin vom Horst «See nord». Neben ihr steht ihr «alter» Gatte – ob er ihr den vor ein paar Tagen geschehenen Seitensprung schon gebeichtet hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

1. März 2016

Heute steht der Storch vom Horst «See Nord» mit einer Partnerin auf seinem Nest. Sie ist unberingt und demnach nicht die Partnerin der letzten Saison. Trotzdem paaren sie sich und fliegen zusammen, wohl im Sinne einer «Hochzeitsreise», auf den eine bedeutend schönere Aussicht bietenden Birkenhorst.

26. Februar 2016

Nun ist auch der Horst «See Nord» von einem Storch besetzt. Laut seiner Ringnummer, HES SG671, ist es einer der letztjährigen Brutstörche.

22. Februar 2016

Heute ist auch der zweite Storch vom Horst «Bäume west 09» eingetroffen, DER A3874 – und gleich wird Hochzeit gehalten.

15. Februar 2016

Im Hasel ist jetzt auch der Horst «Bäume west oben» von zwei Störchen besetzt. Aus Sempach gehen gleich drei Ringfundmeldungen von Hombrechtiker Störchen ein. SG335 und SG377 verbrachten die Brutsaison 2015 in Böhringen D. Der Letztere wahrscheinlich wieder als Brutvogel wie 2014. Der 2011 geschlüpfte Storch, SG368, der im Mai 2012 bei uns auftauchte und 2015 mehrmals in der Gegend von Sempach abgelesen wurde, ist am 9. Februar 2016 in Castelnou F abgelesen worden. Es darf angenommen werden, dass er sich auf der Heimreise aus dem Süden befand, sich also endlich nach fünf Jahren als Zugvogel outet.

11. Februar 2016

Ein kurzes Zwischenhoch unterbricht heute die recht trüben Wetterverhältnisse mit ein paar Sonnenstunden. Also ab auf Horstkontrolle. Von Einzelstörchen sind neu die Horste «Bäume west 09» (Ring-Nr. SA634) und «Bäume west oben» (Unberingter) besetzt. Neu ist auch der Horst «Bäume west 14» mit dem bekannten Paar, SA826 und Unberingter, besetzt. Auch der vor sechs Tagen noch als Einzelgänger den Horst «Bäume west 12» hütende Unberingte hat jetzt einen Partner bekommen. Sein Gefieder ist auffallend rot verfärbt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit von Saharastaub, ein Hinweis, dass dieser Storch wohl aus Afrika zurück gekommen ist. Noch viel überraschender ist für mich aber die Ringnummerablesung vom grossen weissen Plastikring. AWCT. Der Neuling ist ein Altbekannter. AWCT brütete drei Jahre auf diesem Horst, fehlte aber aus unerklärbaren Gründen die letzte Brutsaison. Nun steht er unverhofft wieder auf seinem alten Horst, ein freudiges Wiedersehen, ein herzliches Willkommen, lieber Afrikaner.

7. Februar 2016

Ernst Sonderegger berichtet mir, dass heute elf Weissstörche im Hasel zu sehen waren.

5. Februar 2016

Im Hasel ist die Anzahl Störche auf sieben angestiegen. Mit der Ringablesung, 7177, kann der Brutstorch vom Horst «Bäume ganz oben» identifiziert werden und neu steht auf dem Horst «Bäume west 14» ein Unberingter, möglicherweise einer der letztjährigen Brutstörche.

28. Januar 2016

Heute kann der fünfte Überwinterer durch die Ringablesung bestätigt werden. Es ist 5614, der beringte Brutstorch vom Horst «Bäume west 03».

26. Januar 2016

Auf dem Horst «Bäume west 03» stehen zwei Störche, einer ist unberingt, die Ringnummer des Anderen kann nicht abgelesen werden. Dafür aber geben zwei auf den Wiesen feldernde Störche ihre Ringnummern preis, 5337 und 6349. Es sind die beiden Brutstörche vom Horst «Bäume oben 10».

25. Januar 2016

Ernst Sonderegger zählt in der Umgebung des Hasels fünf Weissstörche. Heute treffen aus Sempach zwei Ringfundmeldungen von im Hasel geschlüpften Jungstörchen ein. SH777, am 10. Juni 2014 auf Horst «Bäume süd» beringt, wird am 9. November 2015 in El Porcal, Spanien, abgelesen. SE228, am 13. Juni 2006 auf der Birke beringt, in den Jahren 2012 bis 2015 in Uznach als Brutstorch gemeldet, wird am 29. September 2015 aus Zaragossa und am 26. November 2015 aus El Porcal gemeldet. Beide sind also artgerecht, mindestens bis Spanien gezogen.

21. Januar 2016

In den ersten drei Januarwochen sind am Lützelsee nur sporadisch ein bis zwei Störche beobachtet worden. Heute steht einer auf dem Horst «Bäume ganz oben». Seine Ringnummer ist 7055 und verrät ihn als den mehrjährigen Horstbesitzer.

4. Januar 2016

Das Storchenjahr 2016 beginnt für Hombrechtikon mit einer interessanten Ringfundmeldung. Sie betrifft einen im Jahr 2011 im Hasel geschlüpften Storch, HES SG380. Über ihn wissen wir bereits, dass er im Juni 2012 im Wauwilermoos abgelesen wurde und in den Jahren 2014 und 2015 in Deutschland gebrütet hat. Die eben eingetroffene Ringfundmeldung verrät uns, dass unser Junger am 29. August 2011 in Flix, Spanien, abgelesen wurde, also artgerecht im ersten Lebensjahr in den Süden gezogen ist, dann aber, laut der Ringfundmeldung aus dem Wauwilermoos, eher untypisch, schon nach einem Jahr ins Geburtsgebiet zurückgekehrt ist.

22. Dezember 2015

Seit Wochen stehen wieder einmal auf zwei Horsten Störche. Auf dem Horst «Bäume oben 10» können die Ringnummern 5337 und 6349 abgelesen werden, es sind also die beiden seit Jahren auf diesem Horst brütenden Brutstörche. Auch der Horst «Bäume west 03» ist von zwei Störchen besucht, einem Unberingten und einem mit einem links getragenen Aluminiumring. Leider kann die Ringnummer nicht mehr abgelesen werden (schmutzig und Dämmerung). Doch alles Übrige passt genau zu dem seit Jahren auf diesem Horst brütenden Paar. Lange bleiben die Horste nicht besetzt. Das eine Paar fliegt ins Ried und entschwindet meiner Beobachtung, das andere zieht im direkten Flug Richtung Oetwil davon und verschwindet hinter dem Horizont.

17. Dezember 2015

Seit ziemlich genau einem Monat ist am Lützelsee wieder einmal ein Weissstorch zu sehen. Laut seiner Ring-Nr. 5337 ist es einer unserer Brutstörche vom Horst «Bäume oben 10».

21. November 2015

Ringfundmeldung eines Hombrechtiker-Jungstorches: HES SK152, am 9. Juni 2015 als Vierling im Horst «Bäume oben» beringt, erleidet am 10. Oktober. 2015 in Abocador de Montoliu in Spanien den Stromtod. Es ist die erste Rückmeldung eines diesjährigen Jungen aus Spanien und bestätigt, dass er den üblichen Weg eines Weststorches genommen hat. Leider aber bestätigt diese Meldung auch seinen frühen Tod.

16. November 2015

Bis heute sind im November nur dreimal je zwei Störche gesehen worden.

28. Oktober 2015

Vom Oktober liegen aus der Lützelseegegend drei Storchenbeobachtungen von drei bis vier Exemplaren vor. Störche zu sehen wird zum Glücksfall.

30. September 2015

Den ganzen September über sind am Lützelsee immer wieder vier bis sechs Störche zu sehen, leider aber nicht auf den Horsten, sondern auf den Wiesen und im Ried, stets weit entfernt, so dass keine Nummernablesungen möglich sind.

4. September 2015

Total stehen im Hasel noch fünf Störche auf den Horsten. Es sind die drei Horste auf denen schon im letzten Winter die Brutstörche überwinterten, «Bäume ganz oben», «Bäume oben 10» und «Bäume west 03». Auf dem letzteren Horst steht Storch 5614. Er steht auf seinem Bruthorst und ist der Einzige, den ich ablesen kann.

18. August 2015

Aus Sempach trifft eine interessante Ringablesung ein. Sie betrifft den am 10. Juni 2014 am Lützelsee beringten Jungstorch, SH770. Er wurde am 1. Juli 2015 in Gater, Ungarn, abgelesen. Dass ein bei uns geschlüpfter Storch im Ostzieherbereich abgelesen wird, ist sehr ungewöhnlich.

14. August 2015

Im Hasel sind nur gerade noch sieben Störche zu zählen, darunter zwei unserer Jungen. Was aber speziell erstaunt, ist ein Storch mit einem Ring aus Schweden. Auch sein Ring ist stark verkotet, so dass vom Kennzeichen der Beringungsstation nur die ersten zwei Buchstaben erkennbar sind, nämlich SV. Laut dem EURING-Verzeichnis gibt es nur eine Station mit dem Kürzelbeginn SV, nämlich die aus Stockholm, SVS. Die eigentliche Ringnumer ist gut sichtbar und lautet 1982. Gespannt warten wir auf Näheres dieses Storches, denn Störche aus Schweden sind bei uns eine grosse Seltenheit.

6. August 2015

Wiederum laut Eberhards liessen sich heute die wohl 100 Störche um den Mittag in die Höhe tragen und seien dann Richtung Westen weggezogen. Es dürfte der Exodus auch unserer Jungen und unserer ziehenden Brutstörche gewesen sein.

5. August 2015

Laut Eberhards sei heute eine Invasion von Störchen in der Gegend eingetroffen, wohl gegen 100 Tiere. Auf den Scheunen und auf der Eiche Richtung Hueb hätten sie übernachtet.

24. Juli 2015

Im Hasel ist der Storchenbestand kleiner geworden, nur noch 35 Störche können gezählt werden. Fast alle Horste sind leer, nur bei den bekannten Spätbruten («Bäume oben 13», «Bäume west 12», «Bäume süd») weilen noch alle Jungen auf dem Nest.

9. Juli 2015

Seit der Beringung ist es einen Monat her. Ohne nennenswerte Ereignisse haben sich unsere Jungen bestens entwickelt und bereits haben einige schon ihren Jungfernflug gewagt. Fünf Junge entdecke ich im Ried, auf dem Horst «Bäume oben» stehen fünf statt nur vier der hier geschlüpften Jungen und beim Horst «Bäume oben 10» kommt eben ein Junger vom Feld her angeflogen. Auf den Horsten mit späteren Bruten (z.B. «Bäume süd», «Bäume oben 13») sind noch alle Jungen zu erkennen, sie dürften ihren Erstflug noch vor sich haben. Total kann ich 32 Junge zählen und mit grosser Wahrscheinlichkeit annehmen, dass das Fehlende irgendwo im Feld nicht zu erspähen ist und folglich noch alle Jungen am Leben sind. Leider kann bei vielen Jungen die Ringnummer nicht abgelesen werden, da die Ringe stark verkotet sind. Bei grosser Hitze pflegen die Störche nämlich zur Kühlung ihrer Beine diese mit ihrem Kot zu bespritzen, wodurch auch die Ringe weiss getüncht werden und uns Ornithologen das Ablesen der Ringnummern verunmöglichen.

10. Juni 2015

Aus Dinkelscherben ist ein neuer Bericht von Thomas Wurschy betr. «unserer» Storchendame SE294 eingetroffen. Der Bericht als PDF-Dokument hier.

9. Juni 2015

Am 9. Juni fährt einmal mehr in verdankenswerter Weise die Feuerwehr mit der ADL im Hasel auf. Es gilt die Jungen hoch oben in den Bäumen zu beringen. Nur im Horst auf der Birke und, wie fast erwartet, in dem auf der Schweinescheune finden wir keine Jungen. Sonst aber dürfen wir in elf der 13 Horste total 33 Jungstörche beringen, eine noch nie gehabte Anzahl. Die Bilder dieser Aktion finden Sie hier.

28. Mai 2015

Auf dem Schweinescheunehorst, wo Unberingte seit Wochen Nistmaterial zugetragen haben und seit etwa zwei Wochen hin und wieder einer im Horst liegt, was als Brüten gedeutet werden könnte, schweben wir noch immer im Ungewissen, ob die beiden Anwesenden wirklich brüten. Es wäre die 13. Brut und zugegeben, für ein gutes Gelingen etwas spät im Jahr. Auch auf der Rosskastanie beim Haselbeizli tut sich Ungewöhnliches. Da baut doch ein erst vor einem Jahr bei uns geschlüpfter Jungstorch einen Horst. Ein etwas frühreifes Gebaren.

22. Mai 2015

Die verflossenen Regentage haben glücklicherweise bei den Störchen im Hasel keinen Jungenverlust gebracht. Auf dem Nachzüglerhorst «Bäume oben 13» scheinen endlich Junge geschlüpft zu sein, denn es wird gefüttert.

21. Mai 2015

Wieder ist eine interessante Ringfundmeldung eingetroffen. Aus ihr ist ersichtlich, dass der aus Uznach stammende und jetzt das zweite Mal bei uns brütende Storch, HES SG671, die Winter 2012/2013 und 2013/2014 in Spanien verbracht hat, also normales Zugverhalten besitzt.

18. Mai 2015

Aus Dinkelscherben trifft folgende Notiz über die Familie der aus Hombrechtikon stammenden Brutstörchin, HES SE294 ein. «Vor dem angesagten Wetterwechsel wollte ich nochmal wissen, was so los ist. Vom Sechser-Gelege sind zwei nicht geschlüpft, ein Junges fehlt schon, ein weiteres ist vergleichsweise klein und schwächelt. Angesichts des angesagten kalten Regens bin ich froh, wenn die zwei Kräftigen durchkommen. Viele Grüße in die Schweiz Thomas Wurschy.»

16. Mai 2015

Auf dem Horst «Bäume oben 13» lassen sich noch immer keine Jungen sehen, der Einzelgänger auf dem «Schweinescheunenhorst» ist noch immer da wie auch der mögliche junge Rückkehrer, HES SH781. Unser anderer, sicherer Rückkehrer mit Jahrgang 2014, HES SH793, der am 18. Februar 2015 in Montoliu de Lleida E und am 9. April 2015 im Hasel abgelesen wurde, wird heute im Rällikerried beobachtet.

8. Mai 2015

Mit Ausnahme des Horstes «Bäume oben 13», auf dem relativ spät mit dem Brüten begonnen wurde, sind auf allen Horsten zwischen zwei bis vier Junge zu erkennen. In den Bäumen steht auch einer unserer Jungen des Jahres 2014, HES SH781, und ein einsamer Unberingter trägt auf den «Schweinescheunehorst» Nistmaterial zu. Brutvögel, Junge und die beiden Gäste ergeben eine Anzahl anwesender Störche von 58.

30. April 2015

Von Sempach trifft eine weitere Ringfundmeldung eines Hombrechtikoner Storches ein. Leider ist es eine Totmeldung des am 10. Juni 2014 im Hasel beringten Jungen, HES SH794. Auf seinem ersten Flug in den Süden erlitt er am 4. September 2014, erst rund vier Monate alt, in Albatarrech, Spanien, den Stromtod.

28. April 2015

Aus Dinkelscherben ist ein neuer Bericht von Thomas Wurschy betr. «unserer» Storchendame SE294 eingetroffen. Der Bericht als PDF-Dokument hier.

25. April 2015

Beim Horst «Bäume oben 10» kann das erste Junge des Jahres 2015 beobachtet werden. Xaver Eberhard berichtet, dass er am 19. April unter den Horstbäumen die ersten abgeworfenen Eierschalen gefunden hat. Das Schlüpfen des Jahrganges 2015 hat also begonnen, hoffen wir, dass er unter günstigen Wetterbedingungen heranwachsen kann.

23. April 2015

Eine weitere Horstkontrolle hat ergeben, dass es dieses Jahr in Hombrechtikon wohl bei zwölf Brutpaaren bleiben wird. Das sind fünf Paare weniger als 2014. Uns ist es recht so, denn die im Hasel herrschende Häufung von 16 Paaren innerhalb eines Umkreises von 50 Metern war wahrhaft unverhältnismässig gross. Die bei uns festgestellte Brutpaarabnahme darf auf keinen Fall als Hinweis auf eine grundsätzliche Abnahme der Storchenpopulation verstanden werden. Regionale Zählungen zeigen nämlich auch in diesem Jahr eine Zunahme der Storchenpaare – und was das Erfreulichste ist – die Brutstandorte dezentralisieren sich.

10. April 2015

Das seit Wochen einsame wahrscheinliche Weibchen (falls es die letztjährige Partnerin ist) auf dem Horst «Bäume oben 13» hat endlich einen Partner bekommen, HES SH096. Dieser schlüpfte 2012 in der Silberweide bei Mönchaltorf und ersetzt hoffentlich den alten beringten Horstinhaber, HES SG329, der letztes Jahr in Spanien umgekommen ist. Zur Zeit sind also im Hasel zwölf Horste von Paaren besetzt.

9. April 2015

Neben den elf von Paaren besetzten Horsten und dem Eizelgänger auf dem Horst «Bäume oben 13» scheint sich eine Weile lang ein weiteres Pärchen um den Horst «Bäume nordost» zu interessieren. Leider verlassen sie ihn aber gleich wieder, bevor es mir gelingt, die beiden zu identifizieren. Eine Weile später liegt im Horst «Bäume west unten» ein Storch, den ich, dieses Mal aus Zeitgründen, auch nicht ansprechen kann. Dafür aber gelingt es, einem von zwei auf der Eiche Richtung Hueb stehenden Storch die Ringnummer abzulesen. Sie lautet: HES SH793. Dieser Storch ist ein Junger vom Hasel des Jahres 2014. Er wurde am 18. Februar 2015 in Montoliu de Lleida, Spanien, abgelesen. Er ist also artgerecht nach Süden gezogen, jedoch aber, und dies ganz unüblich, schon im ersten Lebensjahr wieder an seinen Ursprungsort zurück gekehrt.

6. April 2015

Betreffend Storchenbestand hat sich im Hasel nichts verändert. Nach wie vor sind elf Horste von Paaren besetzt und auf einem zwölften Horst wartet noch immer ein unberingter Einzelstorch auf seinen Partner. Dafür ist eine Ringfundmeldung aus Spanien eingetroffen. Laut ihr ist unser 2009 beringter Storch, HES SE631, am 25. Januar 2013 in Almagro E lebend beobachtet worden. Fast vier Jahre mussten wir auf sein erstes und bis jetzt einziges Lebenszeichen warten.

27. März 2015

Eine weitere Woche ist verflossen und der Storchenbestand im Hasel ist noch immer gleich bescheiden mit elf von Paaren besetzten, einem von einem Einzelstorch besetzten und vier noch immer verwaisten Horsten. Nur eine Mutation geschah inzwischen. Das Paar vom Horst «Bäume west unten» hat auf den Horst «Bäume west 12» gezügelt und ihn, er stürzte 2013 teilweise ab, wieder ordentlich ausgebessert. Ob das Paar auf diesem Horst zur Brut schreiten kann ist aber noch offen, denn wenn der letztjährige Horstinhaber eintreffen würde, käme es bestimmt zu einem Gefecht. Es bleibt also spannend.

21. März 2015

Von Thomas Wurschy aus unserem nördlichen Nachbarland haben wir wieder einen Bericht betr. «unserer» Storchendame SE294 in Dinkelscherben D erhalten. Der Bericht als PDF-Dokument hier.

20. März 2015

Im Hasel hat sich seit dem 6. März bis heute betreffend Horstbesetzung nichts mehr verändert. Zwei Wochen blieb es bei zehn von beiden Partnern, drei von nur einem Storch besetzten und drei noch nicht besetzten Horsten. War es der allgemein beobachtete, wetterbedingte Zugvogelstau, der dieser Beobachtung zu Grunde liegt? Vielleicht. Sicher ist, dass heute ein weiterer Horst (Bäume west unten) bezogen wurde und im Vergleich mit dem letzten Jahr noch fünf Horste zu besetzen wären.

12. März 2015

Neues vom letztjährigen Storchenpaar aus Feldbach. Bei mehreren Beobachtungstouren konnte ich dieses Jahr nie Störche auf dem Pappelhorst am Feldbach beobachten. Heute nun hat sich ihr Fehlen erklärt. Sie sind umgezogen nach Oetwil. Sie haben sich dabei auch getrennt. Der eine nistet mit einem der letztjährigen Horstbesitzer auf dem Bolligerhorst, der andere mit einem unberingten Partner auf dem Horst, In der Farb 4B. Ob diese neuen Beziehungen standhalten, wird sich wohl bald einmal zeigen, spätestens dann, wenn auf den obigen Horsten die letztjährigen Partner eintreffen werden.

2. März 2015

Eine neue Meldung eines Lützelseestorches ist eingetroffen. HES SH058, am 7. Juni 2012 im Hasel beringt und dort am 8. Juni 2012 das letzte Mal abgelesen, ist am 15. Februar 2015 in Marza E abgelesen worden. Ein weiterer Beleg von einem ziehenden Jungen unserer Station.

28. Februar 2015

Rund einen Monat lang verwöhnte uns das Wetter mit einer gedeckten Schneeschicht und Nachttemperaturen von meistens unter 0 °C. Bis am 12. Februar sah man unter diesen winterlichen Verhältnissen nur die vier bei uns überwinternden Brutstörche. Ab Mitte Februar trafen dann die ersten Rückkehrer ein, so dass der Storchenbestand am 26. Februar bei 22 Individuen lag. Laut den Ringnummern sind es ausser einer Ausnahme alles uns bekannte Brutstörche vom Hasel. Auch der die Ausnahme bildende Storch ist uns bekannt, es ist DER A6548, jener Storch, der vor Jahren bei uns schon gebrütet hatte, dann aber nach Rapperswil auswanderte. Mal schauen, ob er wieder zu uns zurück kehrt.

5. Februar 2015

Eben sind zwei Ringfundmeldungen von in Hombrechtikon geschlüpften Jungen eingegangen. SG382, 2011 im Hasel geschlüpft und normal weggezogen, wurde am 14. Januar 2015 in Petit Mandirac F (Aude 11) abgelesen. SG773, 2012 im Hasel geschlüpft und beringt, war kurz nach der Beringung Opfer eines Horstabsturzes. Wir brachten den angeschlagenen Jungen in die Storchenstation Uznach zur Pflege, von wo er dann im Herbst 2012 normal wegflog. Nun ist er vom 12. bis 19. Januar 2015 in Quingey F (Doubs 25) beobachtet worden. Sein trauriges Jugenderlebnis des Horstabsturzes scheint er verkraftet zu haben.

22. Januar 2015

Heute sind von zwei im Jahr 2014 im Hasel geschlüpften Jungstörchen Ringfundmeldungen eingegangen. HES SH766 wurde am 29. August 2014 in Düdingen FR und HES SH783 schon am 26. August 2014 in Tallo E (in der Gegend von Lérida) abgelesen. Beide haben also artgerecht die Westroute eingeschlagen, hoffen wir, dass von ihnen noch weitere Meldungen eintreffen werden.

8. Januar 2015

Heute treffen aus Sempach Ringfundmeldungen ein über vier in Hombrechtikon geschlüpfte und beringte Störche. SE636, Jahrgang 2009, Brutvogel im Reusstal. Abgelesen am 11. und 12. Oktober 2014 in Marza E (in der Gegend von Girona). SE227, Jahrgang 2006, ebnefalls Brutvogel im Reusstal. Abgelesen am 11. und 12. Oktober 2014 in Marza E. SA648, Jahrgang 2003. Vom 15. Februar bis 22. Dezember 2014 mehrmals im St. Galler Rheintal abgelesen. SA826, Jahrgang 2004, mehrmals Brutvogel bei uns in Hombrechtikon. Abgelesen am 11. und 12. Oktober 2014 in Marza E.

5. Januar 2015

Das Storchenjahr 2015 fängt in Hombrechtikon gleich mit einem Paukenschlag an. Schon am 4. Januar sind im Lutikerried zehn Störche zu sehen und am 5. Januar gar deren 15, eine Anzahl, die zu dieser Jahreszeit bei uns noch nie beobachtet wurde. Interessant sind auch die beiden dabei abgelesenen Ring-Nummern. Beide gehören Uznacher Störchen. Einer war 2014 in Uznach Brutstorch und einer wurde 2014 in Uznach besendert.

3. November 2014

Von der Vogelwarte erhalten wir die Ringfundmeldung von HES SG329, einem unserer diesjährigen Brutstörche. Leider ist es eine Totmeldung. Laut ihr ist unser erfolgreicher Brutstorch vom Horst «Bäume oben 13» am 4. September 2014 nördlich von Barcelona tot gefunden worden. Todesursache Stromschlag. HES SG329 wurde als Jungstorch am 10. Juni 2010 bei uns beringt und am 18. August 2010 das letzte Mal bei uns gesehen. Am 14. November 2010 wurde er in Tullins F abgelesen, war also artgerecht auf der Route nach Süden. Dann hörten wir nichts mehr von ihm. Am 31. Mai 2012 tauchte er wieder im Hasel auf, blieb aber nur etwa eine Woche lang da. Ein Jahr später, am 1. April 2013, erschien er wieder im Hasel und begann mit einer Unberingten einen neuen Horst zu bauen. Es kam zur erfolgreichen Brut mit mindestens zwei geschlüpften Jungen, die aber der misslichen Witterung wegen eingingen. Dieses Jahr tauchte das Paar am 20. März im Hasel auf, bezog gleich den letztes Jahr gegründeten Horst und brachte drei Junge hoch. Noch am 18. August stand er mit seiner Partnerin auf dem Horst. Ich ahnte nicht, dass es meine letzte Beobachtung von ihm war.

23. Juli 2014

Wieder müssen Eberhards einen toten Storch bergen. Es ist der dritte der am 11. Juli beim Horstabsturz «vorzeitig ausgeflogenen» Jungen. Er ist am Hals verletzt, das Gefieder von Blut verschmiert und zwei etwa drei bis vier Zentimeter voneinander entfernte Löchlein im Balg lassen vermuten, dass er gerissen wurde. Betreffend Ausfliegen der Jungen kann festgehalten werden, dass auf mehreren Horsten die Jungen fehlen und dass Junge auf Horsten stehen, auf denen sie nicht geschlüpft sind. Nur noch auf vier Horsten weilen die angestammten Jungen und auf den Wiesen sind unter den feldernden Störchen viele Junge zu erkennen, unterscheidbar durch ihre schwarzen Schnäbel und die sich von Schwarz Richtung Rot verfärbenden Läufe. In wenigen Tagen dürften alle Jungen ihren ersten Flug hinter sich haben.

13. Juli 2014

Eberhards berichten, dass sie einen zweiten Jungstorch etwa 100 Meter vom Hof entfernt gefunden haben. Es ist SH787, einer, der den Horstabsturz vor drei Tagen überstanden hatte.

11. Juli 2014

Mehrere Tage mit starken Regenfällen forden unter den Störchen ihren Preis. Von Eberhards erhalte ich die leide Nachricht, dass zwei Horste abgestürzt seien. Es sind die Horste «Bäume oben 09» und «Bäume west 09», wobei beim Letzteren nur ein Teil herunter gefallen ist. Was mit seinen Jungen geschehen ist, ist im Moment nicht herauszufinden. Da sie ja flügge sein könnten, besteht die Hoffnung, dass sie noch leben. Anders verhält es sich mit den Jungen vom Horst «Bäume oben 09». Einer von ihnen, SH786 hat den Sturz nicht überlebt, seine beiden Geschwister aber staksen auf der Pferdeweide herum, SH787 etwas vitaler als SH788. Auf einigen Horsten sind weniger Junge zu erkennen als eigentlich da sein müssten. Das muss nichts Schlimmes heissen, denn vielleicht sind die fehlenden schon ausgeflogen. Einen Beleg dafür liefert SH772 vom «Horst Bäume west oben». Auch er fehlt auf dem Horst, ich entdecke ihn aber weitab davon auf einem Ast in den Bäumen. Das Ausfliegen ist also im Gang, Ringablesungen zur Erfassung des Ausfliegens jetzt hochinteressant.

26. Juni 2014

Der «Seehorst süd» ist verlassen. Auf dem Horst «Bäume west unten» fehlt ein Jungstorch. Was mit ihm geschehen ist, ist nicht zu erfahren, normal ausgeflogen dürfte er aber seinem Alter entsprechend nicht sein. Das Paar vom Horst «Bäume nordost» baut immer noch, wie wenn es Frühling wäre, seinen neuen Horst weit oben in den Bäumen aus, der inzwischen eine stattliche Grösse erreicht hat. Auf den übrigen Horsten ist nichts Aussergewöhnliches festzustellen. Auf allen Horsten sind die Jungen jetzt dran, flatternd und hüpfend ihr Flugtraining zu absolvieren. Der Platz auf den Horsten wird darum für die Altstörche eng. Sind sie nicht auf Futtersuche, stehen sie abseits in den Bäumen oder auf den umliegenden Dächern, ja zum Übernachten weichen sie sogar bis auf die absterbende Eiche Richtung Hueb aus.

10. Juni 2014

Heute werden im Hasel die Jungstörche beringt. Morgens um acht Uhr fährt die Feuerwehr mit ihrer Autodrehleiter im Hasel auf. Vielen Dank auch an dieser Stelle. 30 Jungstörche können wir mit den Ringnummern, HES SH766 bis HES SH795, beringen, eine Anzahl, die wir bis heute nur in den Jahren 2003 und 2011 schafften.

26. Mai 2014

Heute trifft auch eine weitere Meldung aus Dinkelscherben ein, nämlich, dass im Horst auf der Annakirche nur noch ein Junges lebe.

26. Mai 2014

Im Kurzbericht über die Störche Rapperswils von Kurt Anderegg lese ich, dass er am 21. Mai HES SG810 und HES SG945 in Rapperswil abgelesen habe. Beide Nummern sind uns bekannt, SG810 als Brutstorch auf der «Pappel in Feldbach» und SG945 als Brutstorch vom Horst «See süd». Bei der sofort vorgenommenen Horstkontrolle in Feldbach bestätigt sich die Befürchtung, dass auch dieser Horst verlassen wurde. Laut Koni Hunziker habe er das Paar am 11. Mai das letzte Mal auf dem Horst gesehen. Damit wird unsere Hoffnung nicht erfüllt, in Hombrechtikon endlich ausserhalb des Hasels eine erfolgreiche Storchenbrut zu haben. Und die Beobachtung von SG945 in Rapperswil bestätigt uns das am 24.Mai festgestellte Fehlen des Brutstorches vom Horst «See süd».

25. Mai 2014

Während meiner Ortsabwesenheit sind auch Mails über unseren Brutstorch in Dinkelscherben D eingegangen. Fünf Eier hat unsere HES SE294 gelegt, aus denen bis am 16. Mai drei Junge schlüpften.

24. Mai 2014

Wieder zurück aus den Ferien, gilt mein erster Ausgang den Störchen im Hasel. Fast auf allen Horsten sind bis zu drei Junge zu erkennen. Auf dem «Seehorst süd» jedoch keine und der beringte Altstorch ist nicht der im April festgestellte Brutstorch, sondern ein mir unbekannter Neuling. Ob es auf diesem Horst je Junge hatte, ist nicht eruierbar, dass sie eventuell bei den paar nasskalten Tagen um Mitte Mai umgekommen sind, bleibt eine mögliche Vermutung. Auch beim Horst «Bäume nordost» sind keine Jungen zu erkennen. Das Brutpaar ist noch da, beginnt aber weit oben in den Bäumen einen neuen Horst zu bauen und benutzt dazu teilweise Äste seines einstigen Horstes. Was mit seiner Brut geschah, ist nicht zu erfahren, ein witterungsbedingter Ausfall aber auch im Bereich des Möglichen. Die Anzahl erfolgreicher Bruten ist im Hasel noch 14.

22. April 2014

Notizen über eine in Hombrechtikon geschlüpfte Störchin. Am 5. Juni 2008 wurde HES SE294 im Hasel aus dem Vierergeheck des Horstes «Bäume west oben» beringt. Ihre uns bekannten Lebenszeichen waren: 2009, Ringablesungen aus Llerida E, 2010 aus Llerida E, 2011 aus Kirchheim D, 2012 aus Grostanquin F und Vulbens F und Aiguamolls de Emporda E, 2013 aus Kirchheim D und Castello Empuries E. Vom November 2013 bis im Januar 2014 hielt sie sich in Castello Empuries in Spanien auf. Am 4. März 2014 flog sie in Dinkelscherben D zu und nistet seither mit einem deutschen Partner, DER A6235, auf dem Kirchendach der Annakirche. Der dortige Storchenbetreuer, Thomas Wurschy, kann das Storchennest gut beobachten und stellt uns in verdankenswerter Weise Bilder unserer Hombrechtikonerin zur Verfügung. Durch Anklicken der Bilder werden diese vergrössert dargestellt. (so)

  

15. April 2014

Zur Zeit bleibt es bei 16 Horsten im Hasel und auch in Feldbach ist das Paar auf der Pappel am Horn fleissig am Brüten. In Hombrechtikon brüten also 17 Paare, eine noch nie gehabte Anzahl. Im Hasel kann ich drei weitere unbekannte Besucher ablesen, SG593, SH034 und DER AL410.

2. April 2014

Ein weiterer neuer Horst im Hasel. Dort wo einst der Horst «Bäume oben 09» lag, beginnt ein Paar einen neuen Horst zu bauen. Der eine Storch trägt einen sehr schmutzigen Ring, sodass die Ringnummer nicht abgelesen werden kann. Der andere ist unberingt. Ein solches Paar hat vor ein paar Tagen auf dem Birkenstummel einen Horst zu bauen begonnen. Dieser ist inzwischen schön ausgebaut, nur jetzt sind dort beide Störche unberingt. Wahrscheinlich hat also das Birkenstummel-Paar seinen Horst den Unberingten überlassen um etwas weiter oben, in besserer Lage, ihre Wohnung einzurichten. Wie auch immer, im Hasel sind heute also 16 Horste bezogen. Auch einen noch nie bei uns abgelesenen Storch kann ich identifizieren, d.h. mindestens 33 Störche leben zur Zeit im Hasel.

29. März 2014

Im Verlaufe des März sind nun alle 14 Horste im Hasel bezogen worden. Auf zwölfen scheint die Sache klar zu sein und nur auf den zwei Horsten «Bäume west unten» und dem «Seehorst nord» sind die Horstbesitzer noch nicht definitiv. Das bis zum 17. März bei uns weilende Paar aus Rapperswil ist wie erwartet abgezogen, dafür macht sich ein 15. Paar sehr Mühe, auf dem Birkenstumpf einen Horst zu bauen. Von den zur Zeit anwesenden 15 Storchenpaaren tragen mindestens zehn Störche keinen Ring. Neben den nun bei uns weilenden 30 Brutstörchen sind im Hasel bis jetzt im Verlaufe des Jahres 2014 noch mindestens zehn weitere Störche abgelesen worden. Zwei von ihnen sind nach Feldbach geflogen und brüten dort auf einer gekappten Pappel.

13. März 2014

Bis heute sind neun Horste von einem Paar besetzt und auf zwei Horsten warten Einzelstörche auf ihre Partner. Die beiden Paare auf den See-Horsten sind anders als im letzten Jahr. Dank der Beringung ist dies feststellbar. Je ein Storch dieser Paare ist beringt und beide sind sehr jung. Es wird interessant sein zu verfolgen, ob sie sich auf den Horsten behaupten können.

1. März 2014

Heute war wieder einmal ein einzelner unberingter Storch zu sehen beim Chatzentobelweiher. Neidisch musste er zusehen, wie ein Graureiher einen Grasfrosch fangen und verschlingen konnte. ADä

 

28. Februar 2014

Wir erleben einen aussergewöhnlich milden Winter. Schon seit Mitte Januar ist der Lützelsee offen und mehrmals kletterte das Thermometer auf über 10°C. Ende Februar ist der Storchenbestand auf mindestens 18 Individuen angestiegen. Auf ein paar Horsten klappern die letztjährigen Paare, auf anderen scheinen sich Änderungen in der Paarzusammensetzung abzuzeichnen. Auch ein letztjähriges Brutpaar aus Rapperswil hält sich bei uns auf. Mal schauen was passiert wenn die «rechtmässigen» Horstbesitzer eintreffen.

31. Januar 2014

Über den ganzen Januar weilen im Hasel nur unsere vier überwinternden Brutstörche.

31. Dezember 2013

Im Verlaufe des Dezembers reduziert sich im Hasel die Anzahl der Störche auf vier Individuen. Es sind die vier Brutstörche der Horste «Bäume west 03» und «Bäume oben 10». Schon im letzten Winter überwinterten diese Störche bei uns. Im Frühling schritten sie als Erste zur Brut. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass ihre Jungen Ende Mai bereits voll befiedert waren und deswegen den scheusslichen Wetterverhältnissen mit drei Regentagen bei nur 5°C nicht zum Opfer fielen und als einzige aller Jungstörche überlebten.

17. November 2013

Seit über einem Monat sind stets sechs bis sieben Störche um den Hasel zu sehen. Die Identifizierbaren sind alles überwinternde Brutstörche vom Hasel und der Brutstorch DER A6548 aus Rapperswil.

9. Oktober 2013

Heute werden im Hasel sieben Störche festgestellt. Von fünf davon kann die Ringnummer abgelesen werden. Eine davon haben wir im Hasel noch nie beobachtet, HES SG062. Der Storch wurde 2010 als Jungstorch in Uznach beringt und brütete dann 2012 in Uznach. Seither weiss man nichts mehr von ihm. Ebenfalls konnte ein weiterer «Fremdling» 2013 erstmals bei uns abgelesen werden, DER A6548. Er ist uns nicht unbekannt, brütete er doch 2010 im Hasel. 2011 und 2012 wurde er bei uns jeweils im Frühjahr gesehen, brütete dann aber 2012 und auch 2013 in Rapperswil.

8. Oktober 2013

Eine erfreuliche Ringfundmeldung: HES SG775, einer der vier Jungstörche vom Hasel, die 2012 eben beringt einen Horstabsturz erleben mussten, wurde damals nach Uznach zur Pflege gebracht. Wieder erholt flog er dort normal aus und wurde nun am 11. Juni 2013 in Chenevrey-et-Morogne F abgelesen. Sein schlimmes Jugenderlebnis scheint er also glücklich überwunden zu haben.

11. August 2013

Erste Ringfundmeldung eines diesjährigen Jungstorches: HES SH113, ein Junger aus dem Vierergeheck des Horstes «Bäume west 03», ist am 11. August 2013 in Schötz LU abgelesen worden.

7. August 2013

Eben ist aus Sempach die Bestätigung eingetroffen, dass unser Jungstorch HES SG366 wirklich in Südwest-Finnland abgelesen und fotografisch belegt wurde. Es sei die erste Beobachtung von einem HES-Storch in Finnland. Das freut uns natürlich, dass es ein Hombrechtiker war, der als Erster den Flug über den Finnischen Meerbusen wagte.

20. Juli 2013

Eine hochinteressante Ringfundmeldung: Von der Vogelwarte trifft eine Ringfundmeldung des im Jahre 2011 im Hasel beringten Jungstorches, SG366, ein. Er wurde am 13. Juni 2013 in Turku-Pori, im Südwesten Finnlands abgelesen. Finnland gilt als storchenfrei. Diese Ringfundmeldung dürfte demnach auch in Fachkreisen zu reden geben.

15. Juli 2013

Nach einer längeren Abwesenheit bin ich wieder einmal im Hasel auf Storchenzählung. Es ist schon später Vormittag, alle Storchenhorste im Hasel sind leer, die Störche weit weg gegen Hueb auf Nahrungssuche. Ich zähle 21 Exemplare. Erkennbar an den schwarzen Schnäbeln sind auch Junge dabei, in anderen Worten, alle unsere Jungen sind vor dem 15. Juli ausgeflogen. Bis am Mittag kehren einige der Störche zu ihren Horsten zurück. Alle, deren Ringnummern abgelesen werden können sind mir bekannt und fünf der sechs im Juni beringen Jungen kann ich identifizieren.

8. Juni 2013

Nach fünf zunehmend sonnigen Tagen lassen es die Bodenverhältnisse zu, dass unsere Feuerwehr mit der tonnenschweren Drehleiter über die Pferdeweide zu den Horstbäumen vorrücken kann. Wie erwartet zeigt sich uns oben bei den Storchen-Horsten ein trauriges Bild. Fast in jedem Horst liegen an Unterkühlung verendete Junge, die Luft stinkt nach Aas. Nur gerade auf zwei Horsten finden wir lebende Küken, die sich bei unserer Annäherung artgerecht tot stellen – Gespielter und reeller Tod wo man hinschaut, ein Hades hoch über Boden. Sechs Junge können beringt werden. Zwei im höchstgelegenen Horst «Bäume oben 10» und gar deren vier im Horst «Bäume west 03». Alle sechs waren zur Zeit des grossen Regens über fünf Wochen alt, trugen ein nahezu ausgewachsenes Federkleid und waren deshalb fähig, die nasskalten Tage zu überstehen. Alle anderen, jüngeren Küken, die nicht das Glück und die Konstitution hatten, das miese Wetter zu überstehen, räumen wir von den Horsten ab. Auch bei dieser tristen Arbeit hilft uns die Feuerwehr willig mit und übernimmt in verdankenswerter Weise den Transport der Toten in die Kadaverstelle. Hier die Bilder der ganzen Beringungsaktion.

3. Juni 2013

Nach drei Tagen mit ergiebigen Regenfällen bei immer noch tiefen Temperaturen, vermute ich Schlimmes für unseren Storchennachwuchs. Und ich irre nicht. Wo vor vier Tagen noch mindestens 26 Küken lebten, sind es heute noch gerade deren fünf. Auf mehreren Horsten liegen verendete Küken am Nestrand, gewisse Horste sind von den Störchen verlassen, auf anderen stupsen die Altstörche ihre toten Jungen, als ob sie sie zu neuem Leben erwecken wollten. Andere Eltern legen sich auf die toten Körper ihrer Jungen, so, wie sie sonst hudernd ihre Küken schützen und wärmen. Ihr Bemühen wird umsonst sein.

27. Mai 2013

Nach regnerischen und recht kühlen Tagen (Tiefstwerte bei +3°C) scheint heute wieder einmal die Sonne. Eine Horstkontrolle zeigt, dass unsere Jungstörche das nasskalte Wetter recht gut überstanden haben. Obwohl auf mehreren Horsten Ausfälle zu beklagen sind, regt sich doch in elf von 14 Horsten junges Storchenleben. Auf drei Horsten wird noch gebrütet, was verspricht, dass wir dort weitere Junge erwarten dürfen. Ebenso haben sich zwei weitere Besucherstörche eingefunden, SG365 und SG374. Beide schlüpften 2011 im Hasel, wurden seither nicht mehr gesehen, und sind jetzt, nach zwei Jahren, an ihren Geburtsort zurückgekehrt. Die Summe der zur Zeit im Hasel weilenden Störche liegt bei 56 Individuen.

23. Mai 2013

Eben ist eine Ringfundmeldung aus Deutschland eingetroffen. In Massweiler wurde am 20. April 2013 SG380 abgelesen, ein 2011 in Hombrechtikon geschlüpfter Jungstorch.

16. Mai 2013

Auf vielen Horsten können nun die Jungen gesehen werden. Ohne in alle Horst gucken zu können, zähle ich mindestens 21 Küken. Auch DER AF227 ist da. Ob allein oder mit Partner, ist unbekannt. Sicher ist nur, dass dieses mögliche Paar (siehe 8. April 2013) keinen Horst zustande brachte. Zur Zeit weilen rund 50 Störche im Hasel.

29. April 2013

Nach einer strahlend schönen Woche am Neusiedlersee A gehts schnellstens zu den Störchen am Lützelsee. Es bleibt bei den 14 besetzten Horsten. Zu den bekannten herumstreunenden Einzelgängern sind drei weitere dazugestossen (DER AH088, SH028 und SG657). Die Ringnummer des «schmutzigen Ringes» von der Schweinescheune kann als SG396 bestätigt werden. Und das Schönste: Auf mindestens fünf Horsten sind Junge geschlüpft – erkennbar, weil gefüttert wird.

17. April 2013

Endlich hat ein Storchenpaar den Horst auf der Schweinescheune in Besitz genommen. Es ist wahrscheinlich das Paar, dessen beringter Storch bis jetzt nur unter «Schmutziger ELSA-Ring» lief. Jetzt aus relativ naher Distanz kann seine vom Kot verschmutzte Ringnummer mit Mühe abgelesen werden. Sie dürfte SG396 heissen (noch ohne Gewähr). Ebenso durch die Kotverschmutzung irre geführt, habe ich vor Tagen den einen Storch vom Horst «Bäume süd» falsch identifiziert. DER A1731 dürfte richtig DER AJ731 heissen. Beide Ringnummern sollen bei idealen Entfernungen und guten Lichtverhältnissen noch bestätigt werden.

15. April 2013

Da ich gestern auf dem neuen Horst «Birke Frohe Aussicht 10» in Oetwil SE242/oR abgelesen habe, vermute ich für den Storchenstandort Uerikon Schlimmes. Eine Kontrolle am Chatzentobelweiher bestätigt meine Befürchtungen: Der Storchenhorst am Chatzentobelweiher ist verwaist, das Paar nach Oetwil umgezogen. Bleibt noch die Hoffnung, dass der Störstorch vom 6. April den Horst bewohnen wird, was zur Zeit aber nicht der Fall ist.

12. April 2013

Der Zuzug von unbekannten Störchen will nicht aufhören. Ein weiteres, rein deutsches Paar, DER A1731 / DER A9995, baut am Standort des ehenmaligen Horstes «Bäume süd» einen neuen Horst. Bleibt dieses Paar, brüten im Hasel wieder, wie im Vorjahr, 14 Storchenpaare.

8. April 2013

Im Hasel ist ein weiterer, unbekannter Storch eingetroffen, DER AF227. Mit dem kürzlich erschienenen SG671 baut er in den Bäumen einen neuen Horst.

6. April 2013

Bei zwei Kontrollen während den letzten Tagen war der Horst am Chatzentobelweiher leer und auch inder Umgebung waren keine Störche zu sehen. Heute aber war der Horst wieder besetzt.

 

5. April 2013

Seit dem 20. März baue in Meilen ein Storchenpaar auf einer gekappten Pappel beim Bezirksgefängnis einen neuen Horst. Laut der heutigen Kontrolle trägt der eine den Ring DER A7238, der andere ist unberingt. Der Beringte, ein Weibchen, brütete 2012 bei uns im Hasel, verlor dann den Partner und versucht nun in Meilen mit einem neuen Partner ein neues Glück. Möge es ihnen gelingen.

1. April 2013

Nach zwei trüben, regnerischen Wochen mit Schnee bis in die Niederungen und mehrmals Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, scheint endlich wieder einmal die Sonne. Ob dieses garstige Wetter unseren Störchen, die auf einigen Horsten schon zu Brüten begonnen haben, schaden wird, wird sich zeigen. Einem Paar scheint es keinen Eindruck gemacht zu haben, hat es doch trotz diesem lausigen Wetter begonnen, einen neuen Horst zu bauen. Ein Storch ist unberingt, der andere trägt den Ring SG329. Er schlüpfte 2010 im Hasel, zog dann artgerecht gen Süden (Ringablesung im November 2010 in Tullins F) Im letzten Sommer zeigte er sich ein paar Tage im Hasel und scheint jetzt an seinem Geburtsort eine Familie gründen zu wollen. Ein dritter Neuling am Lützelsee (SG671)versucht im Hasel auf dem Birkenstummel einen Horst zu bauen. Sie oder er schlüpfte vor zwei Jahren in Uznach, wäre also knapp zeugungsfähig. Mal schauen, was uns da erwartet.

15. März 2013

Die Chatzentobelweiher-Störche meinen es ernst mit ihrem Horst. Heute haben sie ihn erfolgreich mit Luftmanövern gegen die Angriffe eines dritten Storches verteidigt. Auch unten im Ried zeigten sie sich recht wehrsam und hielten einen Graureiher auf Distanz.

14. März 2013

Über Nacht hat es etwa 10 cm Schnee gegeben, die Temperatur liegt bei –7°C. Auf elf eingeschneiten Horsten warten 22 Störche auf wärmeres Wetter. Wie sie aber von den ersten spärlichen Sonnenstrahlen getroffen werden, erwacht munteres Leben und auf einigen Horsten wird klappernd kopuliert. Neu eingetroffen sind SE440 und zwei Unberingte. Damit setzen sich unsere Brutstörche im Hasel aus 13 Beringten und neun Unberingten zusammen.

10. März 2013

Freudige Feststellung: Ernst Sonderegger entdeckt auf einer Föhre am Chatzentobelweiher einen neuen, bewohnten Storchenhorst. Schon am Tag darauf kreuze ich dort mit dem Fernrohr auf und kann die Ring-Nr. SE242 ablesen. Der zweite Storch ist unberingt. SE242 und ein Unberingter haben die letzten vier Jahre im Hasel am Lützelsee gebrütet. Am 9. Juni 2012 stürzte ihr Horst mit den beiden bereits beringten Jungen ab, die beide dabei den Tod fanden. Jetzt scheint das enttäuschte Storchenpaar Hombrechtikon den Rücken zu zeigen und nur wenige Meter jenseits der Gemeindegrenze auf Stäfner Boden ihr Glück zu finden. Das wünschen wir ihnen von Herzen und gratulieren den Stäfnern zu ihrem ersten Storchenpaar seit… – Ja, leider weiss man nicht, wann das letzte Storchenpaar in Stäfa gebrütet hat.

8. März 2013

Seit den letzten Ablesungen im Hasel (2. März 2013) sind mindestens neun weitere Brutstörche eingetroffen und auf mindestens neun Horsten sind beide Brutpartner da. Auch auf «Bäume oben» scheint sich für den unberingten Witwer das Problem gelöst zu haben, steht doch eine Unberingte neben ihm auf dem Horst. Da beide unberingt sind, lässt sich natürlich nichts Genaues über ihre Identität aussagen. Falls der Horst über die ganze Brutzeit von zwei Unberingten besetzt bleibt, dürfen wir aber infolge der üblichen Horst- und Partnertreue der Störche annehmen, dass es sich über die ganze Zeit um das gleiche Brutpaar handelt. Ganz sicher ist man aber nie. Mit dieser Ungewissheit müssen wir aber bei allen Paaren leben, wenn einer der Partner unberingt ist. Zur Zeit trifft dies bei fünf der neun Brutpaare zu. Die neu abgelesenen Ringnummern sind: SA826, AWCT, DER A3874, ein weiterer DER A..., 5371 und eben vier neue Unberingte.

2. März 2013

Heute klappern bereits zehn Störche im Hasel. Drei Nummern kann ich neu ablesen 6297, 7055 und SA634 und eindeutig einen dritten Unberingten ausmachen. Drei Horste sind im Moment von den letztjährigen Paaren besetzt und vier Störche sind zur Zeit noch Einzelgänger bis auch ihre Partner/innen eintreffen werden. Dieses Glück wird dem Unberingten vom Horst «Bäume oben» nicht beschieden sein, da seine Partnerin im letzten Herbst in Bubikon in einer Stromleitung verunglückt ist. Es wird spannend zu verfolgen, wie er dieses Problem lösen wird.

26. Februar 2013

Zwischen dem 18. und 25. Februar sind drei weitere Störche im Hasel aufgetaucht. Am 26. Februar gelingt es mir einen davon abzulesen, den fussberingten 7177, und den zweiten Unberingten dem Horst Bäume oben zuzuordnen. Die Identität des dritten neuen bleibt noch ungewiss.

5. Februar 2013

Eben sind zwei Ringfundmeldungen von Jungen vom Lützelsee eingetroffen. SG778 und SG779. Zwei 2012 geschlüpfte Junge vom Horst «Bäume west 03» wurden in Gesellschaft von 67 anderen Störchen am 14. August 2012 in Aubonne VD abgelesen. Sie waren also artgerecht auf dem Zug nach Süden.

3. Februar 2013

Im Weiler Neuhus, Oetwil, wird unser Brutstorch S2012 mit starken Prellungen am Flügel lebend gefunden. Ohne Gegenwehr lässt er sich von Katzbachs zusammenlesen und zur Erholung in die Storchenstation bringen. Leider aber erliegt er in der folgenden Nacht seinen Verletzungen. S2012 schlüpfte 1984 in Altreu und verbrachte danach zwei Jahre als Gehegestorch in Uznach. Nach seiner Freilassung entdeckte man ihn im November 1987 in Oetwil, wo er im Jahr darauf (1988) mit S1041 erstmals brütete. Aus fünf Eiern schlüpften drei Junge, die aber alle schon im Nest eingingen. Nach der erfolglosen Brut in Oetwil sah man S2012 am 19. Juni 1988 das erste Mal in Hombrechtikon. Es schien ihm (oder seiner Partnerin) am Lützelsee zu gefallen, denn 1989 wechselten sie zur Brut in den Hasel und bauten auf dem Silo ihren Horst. Bis 2009, 20 Jahre lang, brütete das Paar ununterbrochen auf dem Silo. Im Frühling 2010 wartete S2012 vergebens auf seine Partnerin. Diese wurde am 16. Dezember 1988 das letzte Mal am Fütterungsplatz in Oetwil abgelesen und ist seither verschollen. Etwas spät im Jahr schritt also S2012 mit einer Deutschen Partnerin auf dem Silo zur Brut, die dann auch, wie zu erwarten war, erfolglos verlief. 2010 glückte es dann mit einer unberingten Partnerin besser, von drei Küken brachten sie ein Junges zum Ausfliegen. Auch 2011 brütete er mit einer Unberingten auf dem Silo, dieses Mal aber erfolglos. 2012 fehlte der vertraute Horstplatz, da das Silo abgebaut wurde. Er und eine Unberingte begannen zwar auf dem Giebel der Schweinescheune ein Ersatznest zu bauen, doch die Kraft schien ihnen zu fehlen, eine erfolgreiche Brut fiel denn auch aus. In seinen fast 29 Jahren brachte S2012 total 42 Junge zum Ausfliegen, alle auf dem Silohorst und 41 davon mit der gleichen Partnerin, S1041. Ihre Geschichte ist ein blendendes Beispiel für die Partner- und Nistplatztreue der Störche.

23. Januar 2013

Bald ist der erste Monat des Jahres 2013 vorüber. Vier Überwinterer zeigten sich immer wieder im Hasel. Es sind unsere Brutstörche 5337, 5614, 6349 und ein Unberingter, der anhand seines Verhaltens als Partner von 5614 identifiziert werden darf.

1. Juli 2012

In Wauwil LU wird SG379, ein im Jahre 2011 im Hasel geschlüpfter Jungstorch, vom Hagel erschlagen.

9. Juni 2012

Heftige Regenfälle mit Sturmböen bringen zwei Horste mit Jungen zum Absturz. Beim mehrere Meter vom Stamm platzierten Horst «Bäume oben 10.1» bricht der tragende Ast und die beiden bereits beringten Jungen überleben den Sturz nicht. Der andere abgestürzte Horst «Bäume west 12» war auf einem Stammstummel recht asymmetrisch platziert und kippte über. Von den vier ebenfalls bereits beringten Jungen wurde eines von der Horstmasse erdrückt, eines brach sich den Flügel und zwei landeten mehr oder weniger wohlbehalten in der Eselweide. Die drei noch lebenden brachten wir zur Pflege nach Uznach, wo dem mit dem Flügelbruch der Flügel amputiert wurde, so dass er als Gehgestorch weiterleben kann. Die beiden anderen werden bis zur Flugfähigkeit im offenen Gehege gehalten, um dann bei Flugreife, wie alle anderen Jungstörche, auszufliegen.

7. Juni 2012

Heute fährt die Feuerwehr Hombrechtikon im Hasel auf. Auf zehn Horsten können total 22 Jungstörche mit einem Kunststoffring der Vogelwarte Sempach beringt werden. Auf drei bebrüteten Horsten sind leider schon alle Jungen eingegangen und ein weiterer Horst wurde zwar halbherzig begonnen, zu einem Gelege kam es aber nicht.

2. Juni 2012

Tierarzt Hofer telefoniert, es sei der Storch, S1078, erschöpft und am Flügel verletzt abgegeben worden. Wir lassen ihn ins Tierspital zur Pflege einliefern. S1078 ist Brutstorch auf der Schweinescheune. Auch seine Jungen können vom Partner nicht bewacht und gleichzeitig gefüttert werden und gehen daher ein.

26. Mai 2012

Aus Bubikon wird ein Storch mit einem hängenden Flügel gemeldet. Wie es sich später herausstellt, ist es SE440, einer der Brutstörche vom Horst «See nord». Mehrere Tage kehrt er nicht auf den Horst zurück, so dass die Jungen verhungern.

19. Mai 2012

Aus Ardagger in Nieder-Österreich erhalten wir die Mitteilung, dass SE283, ein 2009 im Hasel geschlüpfter Jungstorch, am 19. Mai 2012 in einer Stromleitung verunglückt sei. Es ist sehr aussergewöhnlich, dass bei uns geschlüpfte Störche so weit in den Osten fliegen.

5. Mai 2012

Gemäss Auskunft von Eberhards sind bereits seit ca. einer Woche Jungstörche in den Horsten sichtbar. (so)

7. März 2012

Das Ankommen unserer Brutstörche hält an. Heute zähle ich im Hasel bereits 26 Störche. Darunter zwei noch nie bei uns abgelesene Deutsche, die wahrscheinlich nur bei uns eine Rast eingeschaltet haben und einer, der letztes Jahr in Steinmaur brütete. Ob er bei uns bleiben wird oder nur einen Ausflug ins Zürcher Oberland gemacht hat, wird sich zeigen.

3. März 2012

Etwa ein halbes Dutzend Weissstörche haben diesen Winter am Lützelsee überwintert. Am 29. Februar traf dann eine erste Gruppe von etwa zehn Zugstörchen ein. Heute, am 3. März, sind weitere eingetroffen, total klappern deren 19 auf den Horsten im Hasel. Wie die Ringablesungen zeigen, sind alle uns bekannte Brutstörche.

2. März 2012

Eben habe ich Ringfundmeldungen von zwei im Hasel beringten Weissstörchen erhalten. Storch SA922, am 10. Juni 2005 beringt, war 2011 in Balzhausen D Brutstorch mit vier Jungen. Er überwinterte auch in Balzhausen. Der andere Storch, SE283, beringt am 5. Juni 2008, ist am 24. Juni 2011 in Purgstall an der Erlauf A beobachtet worden. Diese Meldung ist insofern interessant, da der Beobachtungsort unweit von Wien liegt, also in einem Gebiet, das im Ostzieherbereich liegt. Und so weit ostwärts ziehen unsere Störche normalerweise nicht.

6. Januar 2012

Eben ist eine Ringfundmeldung aus Spanien eingetroffen. Am 8. Dezember 2011 wurde in Zaragoza unser Jungstorch SE632 in einer Gruppe von 150 Individuen abgelesen. Er stammt vom Horst «Bäume west 03» und wurde am 5. Juni 2009 beringt.

6. Juli 2011

Ein Herr Weber telefoniert mir, es liege östlich von Hellberg ein toter Storch an der Bahnlinie, Wetzikon–Bubikon. Ich fahre hin und finde neben dem Geleise der S-Bahn einen Altstorch mit mehreren Frakturen am Flügel, Körper und an den Läufen. Er trägt den Ring 5832. Es ist einer unserer Brutstörche vom Horst «Bäume oben 09». 1998 schlüpfte er in Sempach auf dem Dach der Vogelwarte und flog frei aus. 2001 erschien er im Zoo Zürich, brütete, hatte ein Junges, das aber witterungsbedingt einging. 2002 wechselte er dann nach Hombrechtikon und brütete mit einer anderen, unberingten Partnerin auf dem Horst «See nord», hatte drei Junge, die aber auch wieder alle eingingen. 2003 paarte er sich mit einer um 15 Jahre älteren, erfahrenen Störchin, bezog mit ihr den Horst «Birke» und wurde erstmals Vater von zwei Jungen. Drei weitere Jahre brütete er mit ihr erfolgreich auf der Birke, bis er sie durch einen Autounfall an der Grüningerstrasse verlor. Im Jahr darauf (2007) zog eine blutjunge, deutsche Störchin zu ihm auf den Birkenhorst. Mindestens zwei Junge schlüpften, aber keines kam zum Ausfliegen. Die beiden Jahre danach klappte es dann besser mit drei bzw. zwei ausgeflogenen Jungen, dafür aber stürzte ihr Horst ab. Im Folgejahr (2010) bezogen sie dann den Horst «Bäume west 09», hatten mindestens zwei Junge, die aber witterungsbedingt starben. Unverdrossen bezogen sie dieses Jahr wieder den gleichen Horst, von dem nun drei Junge ausfliegen werden. Das dürfen wir hoffen, denn trotz Verlust des Vaters sollten es die Jungen schaffen, da ihr Ausfliegen nahe und damit ihre Selbständigkeit vorhanden ist.

1. Juli 2011

Heute ist es so weit, dass ich den Nachzügler auf der Schweinescheune beringen kann. Ich klipse ihm den Ring HES SG355 um den linken Oberlauf. Die Kontrolle der übrigen Horste zeigt, dass die Jungen vom Horst «See nord» fehlen. Xaver Eberhard berichtet, dass er zufällig heute Morgen ihr erses Ausfliegen beobachten konnte. Leider muss er mir auch mitteilen, dass er einen der drei abgestürzten Jungen am 28. Juni auf der Pferdeweide tot gefunden und entsorgt habe.

23. Juni 2011

Bei einem Kontrollgang stelle ich fest, dass noch alle Jungen auf ihren Horsten sind, und die drei abgestürzten Jungen sich nach wie vor auf der Pferdeweide aufhalten. Von den zwei Nachzüglern im Horst «Schweinescheune» fehlt eines.

17. Juni 2011

Der Horst «Bäume oben 03», der schon bei der Beringung recht schief auf seinem Ast sass, stürzt ab. Obwohl noch nicht ganz flugfähig, landen die drei Jungen unversehrt in der Pferdeweide am Boden.

10. Juni 2011

Dieses Jahr brüten im Hasel 14 Storchenpaare. Zwei Paare davon brachten kein Gelege zustande, ein Paar verlor der Witterung wegen alle Jungen und ein Paar schritt so spät zur Brut, dass wir heute seine Jungen noch nicht beringen können, weil ihre Läufe zu kurz sind. Auf zehn Horsten hat es also Nachwuchs, den wir dank der Feuerwehr Hombrechtikon mit einem Ring der Vogelwarte Sempach markieren können. 29 Junge sind es und kommen die zwei Nachzügler noch durch, wären es gar 31, ein neuer Rekord.

7. Januar 2011

Heute Abend suchten acht Störche in der Wiese unterhalb der Richttann nach Futter. Um etwa 17 Uhr flogen sie die Horste im Hasel an. (so)

24. November 2010

Von sechs Hombrechtiker Jungstörchen sind aus der Gegend von Lleida E folgende Ringablesungen eingegangen. SE250 (beringt 2007) abgelesen am 10. Dezember 2009 und 11. November 2010. SE284 (2008) abgelesen 1. Oktober, 14. Oktober und 23. November 2009. SE287 (2008) abgelesen 17. Oktober 2009 und 26. November 2009. SE293 (2008) abgelesen 11. Oktober, 13. Oktober, 19. November 2009 und 3. November 2010. SE294 (2008) abgelesen 12. November, 10. Dezember 2009 und 11. November 2010. SE634 (2009) abgelesen 11. November 2010. Ein weiteres halbes Dutzend Jungstörche belegen also, dass sie wintersüber in den Süden ziehen.

23. November 2010

Wieder ist eine Ringfundmeldung eines Hombrechtiker Jungstorches eingetroffen. Am 10. Juni 2005 wurde SA 923 als Jungstorch im Hasel beringt. Am 22. Mai 2009 wurde er in Aristau AG das erste Mal abgelesen. «Zog er oder zog er nicht?», war die Frage. Nun, fünf Jahre später, kann die Frage beantwortet werden. Er zog. Vier Ringmeldungen belegen es. Am 8. November 2009 und 31. Oktober 2010 wurde er in Lleida E und am 14. November 2009 und 11. November 2010 in Montoliu De Lleida E abgelesen. (zu)

10. August 2010

Eben ist eine Ringfundmeldung eines Hombrechtiker-Jungstorches eingetroffen. Am 12. Juni 2003 wurde er als Jungstorch, SA648, im Hasel beringt. Am 7. Juni 2010, also rund sieben Jahre später, konnte er in Altstätten SG abgelesen werden. (zu)

6. Mai 2010

In den Bäumen beginnt ein Paar einen weiteren, den elften Horst, zu bauen. Etwas spät. Ob da noch eine Brut aufkommt ist mehr als fraglich. (zu)

30. April 2010

Heute konnten die ersten zwei Jungen beobachtet werden. Sie schlüpften im Horst «Bäume oben». Daneben geistern noch mindestens fünf nicht verpaarte Störche im Hasel herum, einer davon pendelt zwischen dem Zoo Zürich und uns hin und her. (zu)

21. April 2010

Neue Ringfundmeldung eines Hombrechtiker-Jungstorches: SE628, 2008 auf dem Horst «See süd» beringt, wird aus Guessling F als Brutstorch gemeldet.

29. März 2010

Das Storchenpaar vom Exhorst «Bäume oben 03» steht untätig auf dem nackten Horstast. An einen Wiederaufbau scheinen sie im Moment nicht zu denken. Dafür haben sich auf drei weiteren Horsten Paare zusammengefunden und eines dieser Paare ist im Begriff einen neuen Horst auf der Birke zu bauen. Es sind zwei Störche, die ich dieses Jahr zum ersten Mal im Hasel sehe.

28. März 2010

Alles läuft nicht rund im Hasel. Heute ist der Horst «Bäume oben 03» abgestürzt. Es ist der Horst, den wir im Herbst 2009 wegen Absturzgefahr auf die Hälfte reduziert haben. Wir hätten ihn also schon damals gänzlich abbauen können. Die Natur hat es uns jetzt belegt, dass unsere Vermutung richtig war. Wir hätten also radikal handeln dürfen. Mal schauen, was das Storchenpaar aus dieser Situation macht. Heute habe ich vier Störche identifizieren können, die ich dieses Jahr noch nie im Hasel ablesen konnte. Einer von ihnen ist SE293, ein Rückkehrer, von dem ich am 12. März die Ringfundmeldung aus Hochdorf D erhielt. Siehe unten.

23. März 2010

Mindestens 26 Störche wirken zur Zeit im Hasel am Brutgeschehen mit. Auf neun Horsten haben sich bereits Paare installiert und ihr Brutgeschäft begonnen, auf vier Horsten wartet ein Brutvogel auf seine/n Partner/in und vier Störche sind noch nirgends zuteilbar.

20. März 2010

Eben ist eine traurige Ringfundmeldung eines Hombrechtiker Jungstorches eingetroffen. SE639, am 5. Juni 2009 als Jungvogel im Hasel auf dem Horst «Bäume west unten» beringt, verunfallte am 29. August 2009 in Mengibar E durch Kollision mit Drähten. Das einzige Erfreuliche an dieser Meldung: Er war auf der «richtigen Zugroute». (zu)

12. März 2010

Eben ist eine neue Ringfundmeldung eines Hombrechtiker-Jungstorches eingetroffen. SE293, am 5. Juni 2008 als Jungvogel im Hasel auf dem Horst «Bäume west oben» beringt, wurde am 19. August 2009 in Hochdorf (Südwürtemberg) abgelesen. (zu)

2. März 2010

20 Störche bevölkern den Hasel. 17 davon stehen auf insgesamt zehn Horsten, zwei auf dem Ast wo einst der Horst «Bäume nordost» war und der Einzelgänger, 5622, ist schon wieder dran, einem Paar den Horst abspenstig zu machen. Die Brutstörchin, 7055, vom Horst «Bäume ganz oben» ist mit einem intensiv ocker gefärbten Federkleid von ihrem Winterquartier zurück gekommen. Keine Frage, das ocker eingefärbte Federkleid dürfte belegen, dass sie von Saharastaub eingefärbt wurde, also mit ganz grosser Wahrscheinlichkeit den Winter in Afrika verbrachte.

23. Februar 2010

Heute sind zwölf Störche im Hasel. Für Ringablesungen reicht mir die Zeit nicht, dafür kann ich feststellen, dass auf dem Horst «Bäume west 03» bereits kopuliert wird.

19. Februar 2010

Neun Störche bevölkern den Hasel, acht sind beringt, einer ist unberingt. Sieben der Beringten waren letztes Jahr bei uns Brutvögel oder Dauergäste, einer (6388) war schon mehrere Jahre Brutstorch in Oetwil. Will er wohl zu uns zügeln?

12. Februar 2010

Heute ist eine neue Ringfundmeldung eingegangen über den Storch, SE284, den ich am 18. Dezember 2009 als Brutvogel in Böhringen schon einmal erwähnte. Nun liegt die Meldung vor, dass er am 31. August 2009 in Colombier VD abgelesen wurde. Dieses Datum passt wunderbar in die Zugzeit, der Ort in die Zugroute. Es ist also möglich, dass meine am 18. Dezember geäusserte Vermutung, er könnte nicht gezogen sein, zu pessimistisch war. Warten wir ab, vielleicht liefert er uns in seinem Leben noch weiter südlicher gelegene Ringablesungen, sodass ich Unrecht hätte. Das wäre so schön. (zu)

26. Januar 2010

Eben sind drei Ringfundmeldungen von Hombrechtikerstörchen eingetroffen. Es handelt sich um Junge des Jahres 2008. Alle drei wurden am 23. August 2008 in Corcelles-le-Jorat (Vaud) in einer Zuggruppe von 35 Störchen abgelesen. 2 sind Geschwister vom Horst «Bäume west unten» (SE597, SE598), das Dritte (SE629) schlüpfte im Horst «Schweinescheune». Interessant ist, dass das rund einen Monat jüngere Schweinescheune-Junge mit der gleichen Zuggruppe unterwegs war, wie die beiden älteren vom Bäume-west-unten-Horst.

21. Dezember 2009

Wiederum zwei Ringfundmeldungen von Hombrechtikoner Störchen aus Spanien: SE224, 2006 im Hasel geschlüpft, 2008 aus Versailleux F als Brutvogel gemeldet, ist am 15. Februar 2009 in Castello d'Empuries abgelesen worden. SE255, 2007 im Hasel geschlüpft, ist am 11. Februar 2009 in Castellnou de Seana E abgelesen worden. Beide sind also Zugstörche «wie s im Büechli stood».

18. Dezember 2009

Wieder ist eine Ringbeobachtung eingetroffen. Sie betrifft einen bei uns im Jahr 2008 auf der Birke geschlüpften Storch. Er habe sich 2009 in Böhringen D mit einem französischen Storch verpaart. Ob er als erst Einjähriger auch erfolgreich gebrütet hat, ist nicht erwähnt. Wäre schon etwas jung. Dass er schon nach einem Jahr in der Nähe seines Geburtsortes festgestellt wurde, dürfte heissen, dass er nicht in den Süden gezogen ist. Ein für uns eher fragliches Verhalten.

15. Dezember 2009

Eben sind drei Ring-Beobachtungsmeldungen aus Sempach eingetroffen. Sie betreffen drei unserer Jungstörche, die 2006 im Hasel geschlüpft und beringt wurden. Alle drei wurden am 28. August 2006 in Banyoles, Spanien, abgelesen. Drei weitere Belege, dass unsere Jungen artgerecht ziehen.

3. Dezember 2009

Zwölf Störche suchen heute im Lutikerriet nach Futter (vornehmlich im nördlichen Teil, entlang des Schwarzbaches, wo weniger Schnee liegt). (so)